Viele Ski-Helme mit Klapp-Visier sind durchschnittlich

Es tönt überzeugend: Das Visier am Helm soll die Skibrille ersetzen. Das Magazin «Konsument» hat das bei sieben der neuartigen Wintersport-Helme getestet. Fazit: Brillenträger werden Freude haben. Die Visiere jedoch sind empfindlich.

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Bildlegende: Testsieger «hlmt 300» von Uvex. zvg

Gerade Brillenträgern bieten sie eine grosse Erleichterung: Helme mit Visier. Es muss nicht mehr die Skibrille aufs Gesicht gestülpt werden. Es reicht, schnell einhändig das Visier runterzuklappen.

Sieben Helme mit Preisen zwischen 179 und 329 Franken hat das österreichische Magazin «Konsument» getestet. Sie wurden sowohl einer technischen Prüfung unterzogen, wie auch in einem Praxistest geprüft. Zudem wurden die Materialien auf Schadstoffe untersucht.

Das teure Visier zerkratzt leicht

Als wichtiges Detail erwies sich die Dichtung zwischen Helm und Visier-Oberkante. Fehlt sie, wie beim HMR- oder Bollé-Helm, kann Regen oder Schnee eindringen und an der Innenseite des Visiers herunterlaufen.

Der Praxistest zeigte: Die Schwachstelle der Helme ist das Visier. Es zerkratzt sehr leicht. Für den Kaufentscheid sollte somit auch der Preis eines Ersatz-Visiers einbezogen werden. Und hier machen die Helm-Hersteller Kasse: Ist der Sichtschutz einmal zerkratzt, kostet das durchsichtige Plastikteil von 40 (Bollé) bis zu 170 Franken (HMR).

Die Test-Kriterien

  • Technische Prüfung (45 % Gewichtung: Stoffdämpfung, Durchdringungsfestigkeit, Haltesystem, Geräuschmessung, Verschliessen Innenfutter, UV-Schutz, Schlagfestigkeit, Mechanische Beständigkeit der Oberfläche, Verarbeitung)
  • Bedienungsanleitung (5 %)
  • Praktische Prüfung (45 %: Helm anpassen, Aufsetzen, Passform, Rutschfestigkeit, Tragekomfort, Verschluss, Belüftung, Geräusch, Visier, Sichtfeld, Sicht, Visier-Tausch, Gewicht)
  • Schadstoffe (5 %)
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Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -Sendungen im In- und Ausland. Hier geht es zu allen Tests.

Die besten fünf

«hlmt 300» von Uvex
Testurteil: gut (70 Punkte*)
Preis: 269.- CHF**

«H2» von HMR
Testurteil: gut (65 Punkte*)
Preis: 179.- €***

«Jump JV» von Alpina
Testurteil: durchschnittlich (56 Punkte*)
Preis: 179.- CHF**

«Cusna Pro Alpine» von Fischer
Testurteil: durchschnittlich (51 Punkte*)
Preis: 279.- CHF**

«Slash V» von Cratoni
Testurteil: durchschnittlich (50 Punkte*)
Preis: 249.- CHF**

Dieser Test mit ausführlicher Vergleichs-Tabelle kann für 5.00 Euro online bezogen werden (Tages-Abo für alles) bei konsument.at. * = Skala: Sehr gut: 100 - 80,0. Gut: 79,9 - 65,0. Durchschnittlich: 64,9 - 45,0. Ungenügend: 44,9 - 30,0. Mangelhaft: 29,9 - 15,0. Schlecht: 14,9 - 0,0. ** = Preise am 28.11.2014. *** = In der Schweiz nicht erhältlich. Quelle: «Konsument», 12/2014.

Auch andere Helme wurden verbessert

Alle Velo-Helme haben dieses Jahr die Sicherheitstests bestanden. In früheren Tests fielen immer wieder Helme durch. Allerdings hapert es oft bei den Bändeln zum Einstellen. Acht von zwölf Helmen im «Kassensturz»-Test erreichen das Urteil «gut», der günstigste Helm landete auf dem dritten Platz. Zum Beitrag

Video «Velohelme im Test: Was taugen trendige Urban-Modelle?» abspielen

Velohelme im Test: Was taugen trendige Urban-Modelle?

7:58 min, aus Kassensturz vom 15.4.2014