So wehren Sie sich gegen sexuelle Belästigung

Sexuelle Belästigungen vergiften jedes Arbeitsklima. Wie sich Angestellte gegen unerwünschte Berührungen, peinliche Sprüche oder anzügliche Mails wehren können.

Ein Mann lässt eine Frau vor ihm in den Lift steigen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sexuelle Belästigung muss sich niemand gefallen lassen. SRF

Laut Gesetz ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, seine Angestellten vor sexueller Belästigung zu schützen.

Voraussetzung ist allerdings, dass sich Betroffene zur Wehr setzen. Hier die wichtigsten Tipps und Anlaufstellen:

  • Weisen Sie eine Belästigung mündlich oder per Mail klar zurück. Sagen Sie, welches Verhalten Sie nicht tolerieren und was zu unterlassen sei.
  • Sprechen Sie mit einer Vertrauensperson am Arbeitsplatz.
  • Halten Sie die Übergriffe in einem Tagebuch fest. Speichern Sie belästigende Mails und SMS ab.
  • Prüfen Sie, ob in Ihrem Betrieb Richtlinien zum Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz gelten.
  • Hören die Belästigungen nicht auf, wenden Sie sich an Ihren Vorgesetzten und verlangen Sie, dass er dem Belästiger Weisungen zu seinem Verhalten erteilt.
  • Nützt die Intervention des Vorgesetzten nichts, wenden Sie sich an den Personaldienst Ihres Unternehmens.
  • Finden Sie keine Unterstützung im Betrieb, können Sie sich an die kantonale Schlichtungsstelle gegen Diskriminierung im Erwerbsleben wenden. Diese Stelle berät Betroffene und sucht mit dem Arbeitgeber eine Einigung. Das Verfahren ist kostenlos.
  • Wenden Sie sich an eine Rechtsberatung, wenn Ihnen der Arbeitgeber gekündigt hat, weil Sie sich gegen eine sexuelle Belästigung gewehrt haben. Möglicherweise ist die Kündigung missbräuchlich. In solchen Fällen lohnt sich eine Klage beim Arbeitsgericht. Das Verfahren ist kostenlos.