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Zwei Piloten im Cockpit
Legende: Den Traumberuf erreichen, heisst noch nicht, auch mehr Lohn zu bekommen. Keystone
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Arbeit Teure Weiterbildung, aber nicht mehr Lohn

Wer eine teure Weiterbildung macht, der möchte auch, dass sich diese lohnmässig auszahlt. Beim Abschluss einer Weiterbildung gibt es allerdings nicht automatisch mehr Lohn, wie eine Umfrage von «Espresso» bei Schweizer Arbeitgebern zeigt.

«Der Abschluss einer Weiterbildung führt nicht automatisch zu mehr Lohn», sagt Urs-Peter Naef, Mediensprecher der Migros. Der Lohn richte sich nach den Anforderungen an die jeweilige Funktion.

Sprich, wer nach einer Weiterbildung immer noch im selben Job mit den gleichen Aufgaben arbeitet, der bekommt auch nicht mehr Lohn.

Mehr Lohn gibt es nur, wenn Aufgaben ändern

Eine Weiterbildung kann einen positiven Einfluss auf den Lohn haben. Allerdings nur, wenn der Mitarbeiter dadurch eine bessere Leistung erbringen, oder mehr Verantwortung übernehmen kann. «Die Weiterbildung alleine führt nicht per se zu einem höheren Lohn», sagt Melanie Nyfeler, von der Medienstelle ABB Schweiz

Ähnlich tönt es auch bei der Schweizer Post: «Nur eine Veränderung des Pflichtenhefts oder ein Funktionswechsel rechtfertigt allenfalls eine ausserordentliche Lohnerhöhung», so Mediensprecherin Nathalie Dérobert Fellay.

Auch bei der Swisscom gibt es nur mehr Lohn, wenn der Mitarbeitende auch neue Aufgaben und mehr Verantwortung übernimmt.

In Absprache mit den Vorgesetzten sei bei externen Weiterbildungen eine Beteiligung der Swisscom finanziell oder zeitlich denkbar, so Mediensprecherin Annina Merk. «Diese Beteiligung wird aber individuell vereinbart und festgelegt.»

Wenn sich der Arbeitgeber an einer Weiterbildung beteiligt, dann müssen sich die Mitarbeitenden oft verpflichten für eine gewisse Zeit in der Firma zu bleiben.

Ausbildung und praktische Erfahrung sind wichtig

Eine Weiterbildung verhilft einem in den meisten Fällen nicht zu einer neuen Stelle. «Es braucht die richtige Kombination von Ausbildungen und praktischer Erfahrung», heisst es bei der Migros.

Bei der Swisscom ist wichtig, dass der Gesamteindruck stimmt, der Kandidat zum Unternehmen passt und ihm die Aufgaben zugetraut werden. ABB Schweiz legt nehmen der nötigen Aus- und Weiterbildung wert auf Sozial- und Persönlichkeitskompetenz. «Wie viel Berufserfahrung nötig ist, hängt von der zu besetzenden Stelle ab», so Mediensprecherin Melanie Nyfeler von ABB Schweiz.

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«Espresso» und «Kassensturz» greifen Missstände in der Weiterbildungslandschaft auf und geben in einer Serie konkrete Tipps. Hier erfahren Sie mehr.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Nico Basler , Basel
    Weiterbildung ist eine Investition in die eigene berufliche Zukunft und sollt nie mit dem Arbeitgeber gekoppelt werden. So bleibe ich unabhängig und ohne Verpflichtungen gegenüber dem aktuellen Arbeitgeber und kann ohne mit der Wimper zu zucken, bessere Angebote annehmen.
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  • Kommentar von Peter Meier I , Zürich
    Ist doch logisch. Wenn ich "Wägeli-Schieber" bin und eine Ausbildung zum Buchhalter mache, aber meinen Job als "Wägeli-Schieber" behalte, kann ich nicht verlangen, dass ich wie ein Buchhalter entlöhnt werde. Schliesslich wird die Arbeit bezahlt.
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