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Familie und Freizeit Alkohol auf der Piste: Was tun die Skigebiete?

Mit den Ski ab ins Tal nach einem längeren Aufenthalt an der Aprés-Ski-Bar. Ein heikles Thema! Wie gehen die Skigebiet-Verantwortlichen damit um? «Espresso» hat im Skigebiet Andermatt-Sedrun nachgefragt.

Après-Ski-Bar, im Vordergrund Eine Liste mit Alkohol-Angebot.
Legende: Für viele gehört Alkohol zur Pistenpause dazu. SRF

Für viele Ski- und Snowboardfahrer gehören fetzige Après-Ski-Bars genauso zu einem perfekten Skitag wie gut präparierte Pisten. Auch in der Skiarena Andermatt-Sedrun gibt es diese Orte, an denen sich die Pistengäste verpflegen und vergnügen – meist mit einem Glas Wein, Bier oder einem hochprozentigen Spezialkafi.

«Eine Frage des Masses»

Wer an der Skibar pausiert und seinen Durst mit Alkohol löscht, der büsst an Reaktions- und Koordinationsvermögen ein. Es besteht erhöhte Unfall- und Verletzungsgefahr.

Auch Silvio Schmid, Direktor der Skiarena Andermatt-Sedrun, ist sich dessen bewusst. Auf das Ausschenken von Alkohol möchte er aber nicht verzichten: «Ein Stück weit gehört zu einem feinen Essen nun mal, dass man ein Glas Bier oder Wein zu sich nimmt.»

Es sei immer eine Frage des Masses. Es ist auch nicht so, dass wir ein Problem hätten; Unfälle entstündenen nicht wegen Alkohol, sagt Schmid weiter.

Selbstverantwortung ist gefragt

Dennoch sei man sich der Verantwortung bewusst, sagt Silvio Schmid: «Wenn wir sehen, dass es überbordet, schenken wir nicht weiter aus.»

Ausserdem würde der Pistenrettungsdienst dafür sorgen, dass alkoholisierte Gäste heil ins Tal zurückkommen.

Ein Skigebiet gänzlich ohne Alkoholangebot kann sich der Skiarena-Direktor nicht vorstellen. Auch an Alkoholkontrollen auf der Piste möchte er nicht denken: «Wir appellieren an die Selbstverantwortung der Skifahrer. Ein Alkoholverbot steht nicht zur Diskussion.»

2 Kommentare

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  • Kommentar von Hermann T. Meyer, Effretikon
    Dass die Wirte ihre Verantwortung wahrnähmen, kann man vergessen. Der Profit ist ihnen wichtiger. Gefahr auf der Piste kommt von den enthemmten Fahrern, denen vorher äusserlich vielleicht gar noch nichts anzusehen war, weil es einige Zeit braucht, bis der Höchststand des Alkoholpegels im Blut erreicht wird. Die einzige Möglichkeit, die Alkoholgefahr auf den Pisten einigermassen zu bannen, bestünde darin, nur alkoholfreie Betriebe im Skigebiet zu führen. - Wir sind Sklaven der Alkoholindustrie.
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  • Kommentar von Rosmarie Weibel, 6280 Hochdorf
    Guten Tag, Meinen Beobachtungen zufolge trinken viele Skifahrer nicht nur im Restaurant, sondern auch aus einem mitgeführten "Flachmann". Die Routine, welche beim häufigen, ganzjährigen Autofahren entsteht, ist nicht zu vergleichen mit dem Skifahren: Viele Personen fahren nur an einigen Wochenenden oder in den Sportferien Ski. Der Massen- andrang auf grossen Höhen, super präparierte Pisten und gutes Material (Geschwindig- keit) führen meiner Ansicht nach zu unkontrollierten Situationen.
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