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verschiedenes, buntes Plastikspielzeug
Legende: Plastikspielzeug darf bald mehr Schwermetalle enthalten. Colourbox
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Familie und Freizeit Bald mehr Schwermetalle erlaubt

Ab Juli darf in Schweizer Spielzeug mehr Blei, Quecksilber, Arsen, Antimon und Barium enthalten sein. Die Grenzwerte werden einer EU-Richtlinie angepasst. Der Basler Kantonschemiker Peter Wenk, der auf die Kontrolle von Spielzeug spezialisiert ist, kritisiert die neuen Grenzwerte.

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Höhere Grenzwerte für Schwermetalle im Kinderspielzeug
06:00 min, aus Espresso vom 15.05.2013.
abspielen. Laufzeit 06:00 Minuten.

In Deutschland ist der Widerstand gegen die höheren Grenzwerte gross. Als EU-Mitglied wehrt sich Deutschland auf dem Rechtsweg gegen die Richtlinie. Dies ist in der Schweiz nicht möglich. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) relativiert auf Anfrage von «Espresso»: Mit der neuen Spielzeugverordnung würde mehr Sicherheit geschaffen, da viele gefährliche Stoffe nun verboten seien und bei vielen anderen die Grenzwerte sogar gesenkt würden.

Schwierigeres Eingreifen bei der Kontrolle

Auch der Basler Kantonschemiker Peter Wenk streicht heraus, dass mit der neuen Spielzeugverordnung vieles verbessert wurde. So wurde zum Beispiel auch die Rückverfolgbarkeit stärker gewichtet. Die Erhöhung der Grenzwerte bei den Schwermetallen kann er jedoch nicht nachvollziehen: «Wenn man von einer maximalen Aufnahme der Stoffe beim Kind ausgeht, kann es Probleme geben.»

Zudem sei es nun auch schwieriger, gegen schwarze Schafe vorzugehen. Beim Grossteil des Spielzeugs seien auch die bisherigen Grenzwerte nie ein Problem gewesen. Es gebe jedoch immer wieder Händler, die auf kurzzeitigen Profit aus seien und Produkte importieren, die die Grenzwerte überschreiten. Mit den neuen Grenzwerten sei es nun schwieriger, gegen diese vorzugehen.

Die Spielzeugbranche ist in der Pflicht 

Kein Problem mit den neuen Grenzwerten sieht der Spielwarenverband Schweiz. Um die neuen Regelungen der Spielzeugverordnung anwenden zu können, hat der Verband aktuell seinen Mitgliedern einen Leitfaden verteilt. Sandro Küng vom Spielwarenverband warnt hingegen vor Spielzeug, welches nicht im offiziellen Verkauf erstanden wird. Gerade im Internet und an Jahrmärkten gebe es schwarze Schafe.

Darauf sollten Sie beim Spielzeugkauf achten:

  • Bei Spielzeug aus dem Internet oder von Händlern am Strand sollte man vorsichtig sein. Im Zweifel: Hände weg!
  • Spielzeug mit einem starken Parfüm- oder Plastikgeschmack sollte man meiden
  • Kein Spielzeug, bei dem sich die Farbe löst
  • Plastikspielzeug sollte PVC-frei sein
  • Holzspielzeug am besten unbehandelt kaufen
  • Warnhinweise (z.B. nicht für Kinder unter 3 Jahren) unbedingt beachten

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3 Kommentare

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  • Kommentar von H.M. , Basel
    Diese Hinweise welche angäblich zu beachten seien sind ja schon lächerlich, wenn man bedenkt, dass man dann die gleichen Produkte danach beim Händler im Geschäft mit den gleichen Grenzwerten der Versäuchung kaufen soll ,aber mit dem einzigen Unterschied ,dass der Preis dreimal so hoch sein wird ,wenn nicht noch mehr ...!!! Gewisse Leute in unserem Land sind wirklich nur noch fragwürtig, und echt nicht mehr ernst zu nehmen, nein ( sogar zu bedauern ) ...!!!
  • Kommentar von H.M. , Basel
    BRAVO..!!!!! Das sagt ja schon genug was wir Schweizer ,und unsere zukünftigen Steuerzahler der Regierung noch wert sind ..!!! Blos keine eigene Meinung mehr haben dürfen, aber uns immer schön anpassen müssen an die EU..!!! Wer schützt uns eigendlich noch vor den Eigeninteressen gewisser Politiker, und der Diktatur und Staatswillkür ?
  • Kommentar von K. Räschter , Schweiz
    Was soll den dieser Schwachsinn, dass wir in der Schweiz die schlechteren Grenzwerte von der EU übernehmen sollen. Immerhin geht es hier um die Gesundheit unserer Kinder. Dies öffnet doch wieder Tore zu den Müll-Produkten aus China, welche bekannt sind dafür, dass die Grenzwerte nicht ok sind. Was ist eigentlich los mit unseren Politikern. Deutschland wehrt sich dagegen und wir Schweizer als NICHT-EU Mitglied folgen blind.