Zum Inhalt springen

Header

Audio
Luxusvilla: Ex-Goalie der Handballnati bös reingelegt
Aus Espresso vom 21.09.2015.
abspielen. Laufzeit 05:24 Minuten.
Inhalt

Familie und Freizeit Luxusvilla: Ex-Goalie der Handballnati bös reingelegt

Martin Ott war in den 90er-Jahren Handballgoalie bei Pfadi Winterthur und der Schweizer Nationalmannschaft. Im Sommer wollte er sich Ferien in einer Luxusvilla leisten. Dabei fiel er auf einen Betrüger herein.

Der Ex-Handballstar arbeitet bei einem Autohändler. Sein Chef ist ein guter Freund. Zusammen wollten es sich ihre beiden Familien im August in Mallorca gutgehen lassen.

Auf dem Internetportal des Online-Ferienhausvermieters Fewo-direkt fanden sie eine traumhafte Luxusvilla: Mit direktem Zugang zum Meer, Whirlpool und einer von Künstlern designten Innenausstattung. Das Haus wurde für 12'000 Euro für zwei Wochen angeboten.

Einzahlung nach Warschau

Martin Ott nahm Kontakt auf mit der Vermieterin, eine Ellie Walker in Warschau, Polen. Er überprüfte die Adresse, sie existierte tatsächlich. Wie von ihr per Mail angewiesen, überwies er das ganze Geld auf die gewünschte Bank. Später war er sich der Sache nicht mehr sicher und versuchte dieselbe Villa nochmals zu buchen - für die gleiche Zeit, unter einem anderen Namen. Sofort bekam er wieder eine Zusage.

Fewo-direkt löschte daraufhin das Inserat im Internetportal und informierte darüber, dass alle Interessenten den Kontakt zur angeblichen Vermieterin sofort abbrechen sollen. Für Martin Ott war es zu spät.

Die Bankanweisung liess sich nicht mehr stornieren. Wütend macht ihn, dass Betrüger auf solchen Internetseiten nicht entdeckt werden: «Solche Objekte müssten doch so gut überprüft werden, dass so etwas nicht geschehen kann.»

Ferien futsch, Geld weg

Der nächste Tiefschlag war, als Martin Ott erfuhr, dass seine Buchung entgegen seiner Annahme nicht mit 10'000 Euro versichert war, sondern lediglich 800 Euro zurückbezahlt würden. Zum Verhängnis wurde ihm, dass er bei der Buchung einen Hinweis übersehen hatte.

Tatsächlich wird den Kunden mitgeteilt, dass nur Buchungen, die über das betriebsinterne System erfolgen und mit Kreditkarte bezahlt werden, von dieser Versicherungsleistung profitieren können. Alle anderen erhalten pauschal 800 Euro.

Fewo-direkt schreibt, dass nach ihren Schätzungen «99,99 Prozent» der Urlauber ihre Ferienhäuser ohne Zwischenfälle buchen. Man leiste viel Aufklärungsarbeit und sensibilisiere die Kunden. Welche Massnahmen konkret gegen Betrügereien ergriffen werden, wollte das Unternehmen nicht nennen, weil das den Gaunern in die Hände spiele.

Zusammen mit seinem Chef und Freund verlor Martin Ott fast 12'000 Euro. Die Beiden buchten bei einem anderen Anbieter ein Ferienhaus in Mallorca. Deutlich günstiger. Und dieses gibt es wirklich.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von M.Kaiser , Rebstein
    Wenn ich über Fewo ein derart teures Objekt miete , dann wickle ich die Bezahlung nur über Fewo ab und nicht mit einer Person die ich nicht kenne . Fewo hat somit keine Schuld . Vermutlich wollten die Mieter einen besseren Preis durch den Direktkontakt mit dem Vermieter herausholen und gingen somit in die Falle . Die Kriminelle Frau Walker hat einen Dummen mehr erwischt, der Nächste wird mit einem neuen Falschnamen und Objekt ins Visier genommen - und die Behörden sehen weg. Schöner Saustall .
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Roli Boli , Dübendorf
    Selber Schuld, alles was über Polen läuft ist mit Vorsicht zu geniessen! Als Autohändler sollte man das sowieso wissen! Mit einer Rechtsschutz Versicherung wird geholfen!
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Petro Lombardi , Basel
      @Boli.......Ich wäre sehr vorsichtig mit Aussagen wie "ALLES was über Polen läuft ist mit Vorsicht zu geniessen! Ein Wunder, das solch dumme Aussagen überhaupt abgedruckt werden...........
    2. Antwort von M.Schmid , Bern
      Man sollte nicht überall Versicherungen brauchen, um nicht betrogen zu werden. Besonders auch nicht, wenn eine Banktransaktion involviert ist. Wieso kann man denn die Gegenpartei nicht finden und anzeigen...?
    3. Antwort von Hans Fürer , Au-ZH
      Verallgemeinerungen wie "alles was über Polen läuft" sind unzulässig - aber, wer schon 10'000 Euros für seine Ferien ausgeben kann, sollte auch in der Lage und einsichtig genug sein, noch ein bisschen mehr Geld für das Angebot einer seriösen Vermittlung ausgeben.