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Familie und Freizeit Steinschleuder & Spielzeugpistole: Was als Waffe gilt

Wer in der Schweiz mit einer unerlaubten Kampfsportwaffe oder einer täuschend echten Spielzeugpistole unterwegs ist, muss mit Ärger rechnen. Je nach Umständen kann ein Hammer oder eine Axt gegen das Waffengesetz verstossen. Es drohen eine Geld- oder Freiheitsstrafe und ein Eintrag im Strafregister.

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Steinschleuder & Spielzeugpistole: Was als Waffe gilt
aus Espresso vom 26.11.2014.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 30 Sekunden.

Gegenstände, die dazu bestimmt sind, Menschen zu verletzen, fallen in der Schweiz unter das Waffengesetz. So zum Beispiel die Kampfsportwaffe «Kubotan», eine dünne Metallstange in der Länge eines Kugelschreibers.

Aber auch Schlagringe, Wurfsterne, Dolche oder professionelle Steinschleudern gelten in der Schweiz als Waffen und unterliegen besonderen Bestimmungen.

Pfefferspray in der Schweiz legal

Der Pfefferspray gilt in der Schweiz nicht als Waffe. Die Begründung des Bundesamtes für Polizei, Fedpol, gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» auf Radio SRF 1: Ein Pfefferspray setze das Gegenüber nur vorübergehend ausser Gefecht und verursache keine dauerhaften Verletzungen.

Aufgepasst allerdings bei der Mitnahme ins Ausland: Dort gilt Pfefferspray häufig als Waffe und ist verboten.

Vorsicht bei Spielzeug-Pistolen aus dem Ausland

Seit einigen Jahren sind in der Schweiz nur noch Spielzeugpistolen erlaubt, bei denen sofort ersichtlich ist, dass es sich um Kinderspielzeug handelt. Zum Beispiel, indem sie durchsichtig sind. Wer Spielzeugwaffen übers Internet im Ausland einkauft oder aus den Ferien mitbringt, muss deshalb vorsichtig sein. Im Ausland sind täuschend echt gemachte Spielzeugpistolen vielerorts nicht verboten.

Auch Hammer oder Baseballschläger können «Waffen» sein

Seit 2008 gilt in der Schweiz eine neue Bestimmung zu «gefährlichen Gegenständen». Dies sind Geräte, die zur Bedrohung oder Verletzung von Menschen eingesetzt werden können, wie zum Beispiel eine Axt, ein Hammer oder ein Baseballschläger.

Das Waffengesetz sagt: «Das Tragen und Mitführen solcher Gegenstände ist verboten, wenn nicht glaubhaft gemacht werden kann, dass dies durch die bestimmungsgemässe Verwendung gerechtfertigt ist.» Diese Bestimmung sei jedoch vorwiegend als präventives Instrument für Fussball- und Sportstadien gedacht, heisst es beim Fedpol.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Laura Brunner  (bougiebear)
    Etwas schräg ist das ganze schon. Mein Mann hat vor einigen Jahren sein Militärzeug abgegeben, inkl. Sturmgewehr. Da wurde er gefragt, ob er noch das alte (57) Sturmgewehr haben möchte. Dieses steht jetzt bei uns rum und das wurde weder im Schiessbüchlein noch sonstwo notiert.
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  • Kommentar von Günter Rieker  (guedi)
    All das, was heute als gefährliche und verbotene Gegenstände klassiert ist, war bis vor rund 10 Jahren legal. Was hat sich denn in der Zwischenzeit geändert? Sind wir Schweizer plötzlich zu Psychopathen mutiert? Oder ist es der vorhereilende Gehorsam unserer Administration der EU gegenüber? Die selben Kreise, die uns diesen Unsinn über den Kopf zogen, versuchen uns nun mit einem Rahmenabkommen zu beglücken. Wahrscheinlich wird dann das Mitführen eines Reisnagels zur Straftat.
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  • Kommentar von Stryper , Amriswi
    Der Irrsinn wird leider von unseren Behörden voll durchgezogen. Die Zimmermannsmitstiftin von meinem Freund musste eine Busse Bezahlen, nur weil sie beim Mittagessen noch die Säge vom Kurs dabei hatte. Obwohl lauter Zimmerleute dabei waren. Jaja wenn man das Verwahrungsgesetz oder die Ausschaffungsinitiative so strickte umsetzen würde, das wäre schön! Aber unsere Justitz kümmert sich lieber um Unnötiges.
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    1. Antwort von Alex Bauert  (A. Bauert)
      Wenig glaubwürdige Schilderung. Eine Axt ist zulässig, wenn man einen Grund hat, sie mitzuführen. Wer «noch eine Säge von einem Kurs dabei hat» beim Mittagessen, wird diese ja wohl noch brauchen aus beruflichen Gründen.