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Fans suchen Tickets
Legende: Fans tun Vieles, um an Tickets zu kommen. Keystone
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Familie und Freizeit Vereinter Kampf gegen Ticket-Schwarzmarkt

Für ein Konzert der Lieblingsgruppe stehen viele Schlange, aber gehen leer aus. Das Konzert ist innert kurzem ausverkauft. Aergerlich für Musikfans: Gleichzeitig tauchen im Internet massenweise Tickets auf zu horrenden Preisen. Diesem Schwarzmarkt-Handel soll jetzt ein Riegel geschoben werden.

Es passiert immer wieder beim Vorverkauf von beliebten Konzerten: Innert kurzer Zeit erhalten die Fans keine Tickets mehr. Doch schon kurze Zeit später tauchen auf Online-Plattformen Tickets auf - zu viel höheren Preisen. 

 «Jetzt muss endlich etwas passieren», sagen Konzert-Veranstalter, Ticket-Vertreiber und auch verschiedene Online-Plattformen. Ein runder Tisch soll Klärung bringen – und bald stattfinden.

Massnahmen gegen Schwarzhandel

Bisher waren laut Sara Stalder vom Schweizerischen Konsumentenschutz nicht alle Betroffenen bereit, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Sara Stalder kämpft schon seit Jahren gegen den Ticket-Schwarzmarkt. Sie glaubt, vor allem zwei Massnahmen würden etwas bringen: Die Billette sollten auf den Namen des Käufers ausgestellt sein, ausserdem solle die Zahl der Tickets pro Käufer beschränkt werden. Eine solche Beschränkung ist bei vielen Ticketvertreibern schon Gang und Gäbe.

Persönliche Tickets?

Der Vorschlag, die Tickets zu personalisieren, stösst nicht unbedingt auf Begeisterung. Stefan Epli, Mediensprecher von Ticketcorner, sagt, das funktioniere in der Praxis nicht  richtig: «Wenn jemand krank ist, kann er das Billet nicht weitergeben.»

Ausserdem würde es zu grossen Staus vor den Stadien kommen. Stalder meint dazu, bei Sportveranstaltungen werde es bereits gemacht und funktioniere auch.

Händler vor dem Stadion haben ein leichtes Spiel

Ein anderer Vorschlag kommt von Michel Rudin, Geschäftsführer des Schweizerischen Konsumentenforums: «Die Polizei sollte bei Grossanlässen vor den Hallen besser durchgreifen.»

Dazu meint Marco Cortesi, Mediensprecher der Stadtpolizei Zürich: «Die Polizei kann nicht mehr machen.» Die Stadtpolizei sei bei jedem grösseren Konzert vor Ort und mache auch Stichproben bei Leuten, die Billette verkaufen.

Aber solange jemandem nicht nachgewiesen werden kann, dass der Billetthandel für ihn ein Geschäft ist, kann er nicht verzeigt werden. Und dieser Nachweis ist schwierig. Der private Verkauf eines Tickets – zum Beispiel weil man verhindert ist  – ist legal.

«Kassensturz» traf die Ticket-Dealer

Innert Minuten ausverkaufte Konzerte und frustrierte Fans: Darüber berichtete «Kassensturz» schon im Jahr 2010. «Kassensturz» traf die Hintermänner und deckte auf, wie der lukrative Tickethandel funktioniert.

Video
02.02.10: Teure Schwarzmarkt-Tickets: Die Hintermänner
Aus Kassensturz vom 02.02.2010.
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6 Kommentare

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  • Kommentar von Jack , Bern
    Das Ganze hier in der Schweiz ein vertikales Kartell der Ringier Gruppe. Der Promotor Goodnews gehört zu Ringier, Ticketcorner gehört zu CTS EVENTIM AG bei welchem Ringier mit der BMG zusammen je zur hälfte drinn ist. Man hat die WEKO im März 2010 bei der übernahme Ticketcorner durch die CTS Eventim AG über das entstehende Vakum in der Branche informiert.Ringier ist in diesem Land zu mächtig,als dass jemand eine solche übernahme untersagt hätte wurde mir zwischen den Zeilen klar gemacht...
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  • Kommentar von Jack , Bern
    Man würde sich besser einmal darüber gedanken machen, warum ein Ticket für ein genau gleiches Konzert in Paris oder Stuttgart rund 30-40% günstiger zu haben ist,
    als für ein Konzert im Hallenstadion Zürich ! Verlangt das Bandmangement bei diesen Konzerten dort in Stuttgart oder Paris weniger Gage für Ihren Künstler ?
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  • Kommentar von Ruedi , Stäfa
    Die Veranstalter sollten die Tickets nicht schon fast ein Jahr im voraus verkaufen. Aber die wollen natürlich das Geld. Früher bekam man die Tickets erst 2-3 Monate vor dem Konzert. So würden Schwarzhändler in einen Zeitdruck geraten. Und wenn niemand überteuerte Tickets kauft gehts auch. Im letzten Moment gibts die Tickets denn meistens viiiieeel billiger. Ich kaufe Tickets nur noch so, es hat immer. Dem Ticketcorner mit seinen Fantasiegebühren kaufe ich sowieso nichts ab.
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