Wirte wollen die Kreditkarte für Reservation

«Als Kundin ohne Kreditkarte bin ich also nicht erwünscht? Nein Danke!» Die Berichterstattung des SRF 1 Konsumentenmagazins «Espresso» über Restaurants, die bei Tischreservation die Kreditkartenangaben verlangen wollen, sorgte für viele Kommentare.

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Die Kreditkartenangaben werden von den Wirten verwendet, um eine stärkere Verbindlichkeit zu schaffen. Immer mehr Gäste würden eine Reservation aufgeben und dann kurzfristig oder noch schlimmer gar nicht absagen, so die Rechtfertigung der Wirte.

Diese Argumentation vermochte «Espresso»-Hörer Sven Hellman aus Bern nicht zu überzeugen: «Der Betrieb kann ja zum Beispiel die reservierten Plätze nach einer halben Stunde freigeben.» So würde dem Wirt kaum ein Schaden entstehen, sind auch andere Hörer der Meinung.

Ganz anders sieht dies unter anderem «Espresso»-Hörer Werner Sieber aus Riehen BS: Da heute praktisch jeder ein Handy hat, ist Absagen sogar zumutbarer als früher. Wenn man Ferien bucht, gebe es auch eine Annullationspauschale.

Es habe schlicht und einfach mit Anstand zu tun, die Reservation abzusagen, meint unter anderen auch J. Kern aus Wetzikon ZH.

«Dass aber immer grössere Teile unsere Bevölkerung nur noch fordert und selbst weder willig noch fähig ist, den eigenen Teil der Verantwortung selbst zu übernehmen, ist im gesamten Dienstleistungssektor leicht zu erkennen.»