Mit Akupunktur Tierkrankheiten behandeln

Ein Labrador mit Verdauungsproblemen, eine Katze mit einem Leberleiden, ein Chihuahua mit Gelenkproblemen: Die Tierärztin Barbara Bachmann behandelt alle ihre vierbeinigen Patienten ausschliesslich mit Akupunktur-Nadeln. «Espresso» besucht sie in Ihrer Praxis.

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Bildlegende: Labrador Kila muss 15 Minuten warten, bis die Nadeln wieder entfernt werden SRF

Zuerst erfragt Barbara Bachmann die genauen Symptome des Tiers, dann tastet Barbara Bachmann am Rücken der Tiere verschiedene Diagnosepunkte ab. «Wenn diese empfindlich sind, dann weiss ich, dass auf der entsprechenden Energiebahn eine Störung vorliegt», sagt Bachmann.

In der chinesischen Medizin ist eine Krankheit Ausdruck dafür, dass das energetische Gleichgewicht eines Organismus gestört ist. Akupunktur sei in der Lage, solche energetischen Ungleichgewichte abzubauen. Je nach Krankheit wird eine anderere Energiebahn behandelt. Bei der Katze mit Leberproblemen stimmuliert Barbara Bachmann den Leber-Meridian. Die Katze lässt die Nadelstiche über sich ergehen.

«Akupunktur hilft nicht bei jeder Krankheit», sagt Bachmann. Die Heilungschancen betrügen etwa 80 Prozent. Bachmann bestätigt, dass die Wirksamkeit von Akupunktur bis jetzt nicht wissenschaftlich erwiesen ist. «Die Heilerfolge können nur statistisch ausgewiesen werden.» Die Halter der vierbeinigen Patienten in Bachmanns Praxis sind jedenfalls überzeugt davon, dass die Akupunktur wirkt. Die Besitzerin der Chihuahua-Hünding sagt: «Nach der Behandlung hat Cleopatra keine Schmerzen mehr in den Gelenken. Das sehe ich daran, dass sie wieder ganz normal läuft.»