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Coop-Kreditkarte: Jetzt kostet auch die E-Rechnung
Aus Espresso vom 22.07.2015.
abspielen. Laufzeit 05:52 Minuten.
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Geld Coop-Kreditkarte: Jetzt kostet auch die E-Rechnung

Inhaber einer Coop-Kreditkarte müssen künftig 50 Rappen bezahlen, wenn sie eine elektronische Rechnung erhalten wollen. «Das kann doch nicht sein», ärgern sich Kunden. Die Herausgeberin Swisscard sagt, die Gebühren seien nötig, um die Kreditkarte weiterhin ohne Jahresgebühr anbieten zu können.

Dass Unternehmen für Papierrechnungen Geld verlangen, ist ein bekannter Ärger. Cablecom, Salt, Sunrise… sie alle bestrafen Kunden, die eine Papierrechnung wünschen. Und auch bei der Swisscom geht die Entwicklung in diese Richtung: Neu verlangt das Unternehmen 2 Franken für einen detaillierten Verbindungsnachweis auf Papier.

Coop geht zusammen mit der Kartenherausgeberin Swisscard nun einen Schritt weiter und bricht damit ein Tabu: Kunden mit einer «Coop SUPERCARDplus Kreditkarte» bezahlen ab Mitte Oktober 50 Rappen für eine E-Rechnung – die Papierrechnung kostet 1.50 Franken. Kostenlos gibt es die Rechnung nur noch über das Swisscard-Onlineportal «cardservice», das auch über die Internetseite von Coop erreichbar ist.

Kunden sind sauer

Bei dem Schritt handelt es sich um eine Schweizer Premiere. Das bestätigt auf Anfrage der Vergleichsdienst Comparis. Bis anhin war es also eine Selbstverständlichkeit, dass E-Rechnungen nichts kosten.

Entsprechend verärgert reagieren Kundinnen und Kunden: «Es kann doch nicht sein, dass ich nun auch noch für eine elektronische Rechnung Gebühren bezahlen soll», sagt ein Kunde im Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1. «Ich bezahle doch nicht dafür, dass die E-Rechnung automatisch bei mir im E-Banking aufgeschaltet wird». Eine Kundin schreibt in einer Mail: «Es ist als Kundin schwer nachvollziehbar, dass man für eine elektronische Rechnung etwas bezahlen soll.»

Gebühren «verursachergerecht» weitergeben

Kartenherausgeberin Swisscard verweist auf Anfrage darauf, dass es bei der Coop-Kreditkarte keine Jahresgebühr gebe. «Damit die Karte weiterhin ohne Jahresgebühr abgegeben werden kann, müssen wir gewisse Gebühren verursachergerecht weitergeben», sagt Urs Knapp von Swisscard. Dass E-Rechnungen ja automatisiert verschickt werden könnten, lässt Swisscard nicht gelten: Auch der automatisierte Versand verursache Kosten, heisst es. Wie diese Kosten aussehen, bleibt unklar.

Gratis ist ab dem 15. Oktober nur noch die Benachrichtigung per E-Mail, dass eine neue Kreditkartenrechnung eingetroffen sei. Diese muss der Kunde dann via «cardservice» abrufen. Wer sich dieses umständliche und kundenunfreundliche Prozedere nicht antun will, muss die Kreditkarte gemäss Kundeninformation von Coop und Swisscard bis spätestens 9. Oktober 2015 kündigen.

Migros-Kreditkarte:

Inhaberinnen und Inhaber einer Migros-Kreditkarte haben derzeit gar nicht die Möglichkeit, eine E-Rechnung direkt via E-Banking zu erhalten. Die elektronische Abrechnung ist laut Angaben der Migros einzig im Kundenportal der Cembra Money Bank ersichtlich. Dieser Dienst ist kostenlos. Wer die Abrechnung auf Papier will, bezahlt 1.50 Franken.

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71 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst Hofmann , 35130 Puerto Rico Spanien
    Ich möchte dass ich mich für eine E-Rchnung anmelden. Wie geht das. Herzliche Grüsse Ernst Hofmann
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  • Kommentar von Nick Epple , Brütisellen
    Es geht doch nicht im diese zusätzlichen 6 - 18 Franken im Jahr an sich, es ist die Art und Weise: Die Rechnungsstellung ist keine Extradienstleistung, sondern normal zu kalkulierende Betriebskosten. Dann sollen diese auch wie alle anderen Betriebskosten über die 'Bearbeitungsgebühr' eingeholt werden, nicht seperat, nur damit das 'Produkt' gut positioniert mit weiterhin tiefen Bearbeitungsgebühren da steht. Betriebskosten in den Griff kriegen, oder halt mal weniger Gwinn abschöpfen.
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  • Kommentar von Hans-Rudolf Bolli , 8243 Altdorf
    Ich möchte an Stelle der Papierabrechnung von CHF 1.50 pro Papierabrechnung die E-Rechnung von CHF 0.50 pro E-Rechnung; dies ab 15.10.2015
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