Gebühr für bestimmte Mastercards verdoppelt

Viseca erhöht die Gebühren für einen Teil ihrer Kunden. Betroffene ärgern sich vor allem über die Art und Weise, wie diese Erhöhung kommuniziert wurde. Wer solche Preiserhöhungen nicht mitmachen will, der kann jederzeit kündigen. Vor einem Wechsel lohnt es sich, die Angebote genau zu prüfen.

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Bildlegende: Die Information zur Erhöhung der Gebühren muss mit der Lupe gesucht werden. SRF

Die Kreditkartenanbieterin Viseca erhöht die Jahresgebühr für die Mastercard Silber teilweise von 50 auf 100 Franken. Betroffen sind Kunden, welche bis vor vier Jahren bei der Postfinance eine silberne Viseca-Mastercard bezogen hatten. Um diese Kunden nicht zu verlieren, bot ihnen Viseca die Kreditkarte weiterhin für 50 Franken jährlich an. Damit ist nun Schluss.

Erhöhung für den Leser gut versteckt

In Zukunft bezahlen auch diese Kunden eine Jahresgebühr von 100 Franken. Mit einem Mindestumsatz von 6000 Franken können sie diese Gebühr in einem Bonus-Programm dann wieder halbieren. Nach Angaben von Viseca sind von der Verdoppelung der Jahresgebühr weniger als zehn Prozent ihrer Kunden betroffen. Genaue Zahlen will die Kreditkartenanbieterin nicht bekannt geben.

Betroffene Viseca-Kunden kritisieren gegenüber «Espresso», wie Viseca die Gebührenerhöhung kommuniziert hat. Sie wurde «beiläufig» im letzten Abschnitt eines Briefes erwähnt, der auf neue Vorzüge der silbernen Mastercard aufmerksam machte. Zudem vermeidet es Viseca ausdrücklich von einer Erhöhung der Jahresgebühr zu schreiben.

Wechsel kann Kostenersparnis bringen

Unzufriedene Kunden können ihre Kreditkarte bei Viseca jederzeit kündigen. Eine Kündigungsfrist gibt es bei der Kreditkartenanbieterin nicht. Da die Jahresgebühr bereits im Voraus bezahlt wird, läuft die Karte dann am Ende des zuletzt bezahlten Jahres einfach aus.

Ein Wechsel des Kreditkartenanbieters kann sich lohnen. Einige Banken bieten die Mastercard beispielsweise ohne Jahresgebühr an. Doch das ist nicht immer die günstigste Karte. Vor einem Wechsel empfiehlt es sich jedoch, sämtliche Kosten zu studieren. Wie Sie die optimale Kreditkarte für sich finden, das lesen Sie hier.