Münz bei Bank einzahlen kostet

Hier glänzen die Banken nicht mit Kundenservice: Wer bei seiner Bank Münz auf das eigene Konto einzahlt, dem wird oftmals eine Gebühr belastet.

Frau schüttet Münzen in eine Münzzählmaschine Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Obwohl die Maschine zählt, verlangen die meisten Banken Gebühren für Münzeinzahlungen. Keystone

Peter Mohr aus Hombrechtikon (ZH) staunte nicht schlecht, als er am Schalter seiner Bank Münz einzahlen wollte. Die Angestellte der Zürcher Kantonalbank (ZKB) wies ihn daraufhin, dass ihm drei Prozent des Betrags als Gebühr abgezogen werde. Und dies, obwohl er schon lange ein Konto bei der ZKB besitzt.

Bislang musste ich noch nie etwas zahlen. Ich ging davon aus, dass der Zählaufwand zur normalen Tätigkeit einer Bank gehört.»

Unterschiedliche Praktiken der Banken

Eigentlich kann man bei der ZKB bis zu 500 Franken einzahlen, ohne eine Gebühr berappen zu müssen. «Ich kenne den konkreten Fall nicht, aber da ist uns wohl ein Fehler passiert», so Mediensprecher Thomas Pfenninger.

Eine «Espresso»-Umfrage bei den grössten Banken (siehe Übersicht in der grauen Box) zeigt, dass alle in irgendeiner Art und Weise eine Gebühr verlangen. Alle, ausser die Migros-Bank. Bei der CS und der UBS jedoch kostet eine Einzahlung bereits ab 100 Franken eine Gebühr.

Noten einzahlen ist gratis

Auffällig: Noten einzahlen kann man überall ohne eine Gebühr. Weshalb verlangt man diese dann beim Münz?

«Man muss das Münz sortieren, in Rollen verpacken und je nachdem auch noch zur Nationalbank transportieren lassen. Deshalb die drei Prozent», erklärt Thomas Pfenninger von der ZKB.