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Geld Vergessene Pensionskassen-Gelder: So forschen Sie nach

Wer oft die Stelle wechselt, dem kann es passieren, dass Gelder aus der Pensionskasse vergessen gehen. Um diese Gelder zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Auch private Firmen suchen danach, dieser Service kostet jedoch.

Grundsätzlich sind die Pensionskassen gesetzlich dazu verpflichtet, das Guthaben von austretenden Mitarbeitern an die nächste Pensionskasse zu überweisen.

Wenn die Pensionskasse jedoch keine Angaben bekommt, wohin das Geld überwiesen werden soll, dann parkiert sie es nach spätestens zwei Jahren auf einem Freizügigkeitskonto bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG.

Arbeitnehmer für Überweisung verantwortlich

Dort werden rund 800'000 Konten mit PK-Geldern geführt, von denen der Besitzer nichts weiss. «Auf diesen Konten sind total rund 3 Milliarden Franken», sagt Max Meili, Geschäftsleiter der Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Link öffnet in einem neuen Fenster. Allerdings liegen auf den einzelnen Konten durchschnittlich «nur» gerade 4400 Franken.

Jeder Versicherte ist bei einem Stellenwechsel nämlich selber dafür verantwortlich, dass sein Pensionskassengeld in die neue Pensionskasse eingezahlt wird. «Es sind häufig Angestellte aus dem Gastgewerbe oder der Baubranche betroffen», sagt Daniel Dürr, Geschäftsführer Sicherheitsfonds der Zentralstelle 2. Säule, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Viele Nachforschungen führen zum Erfolg

«Oft sind es auch Ausländer wie Saisoniers oder Expats, die für ein paar Monate oder Jahre in der Schweiz arbeiten und wieder in ihr Heimatland zurückkehren. Da sie unser Sozialsystem nicht kennen, vergessen sie ihr Pensionskassengeld.»

Wer nach allfälligen vergessenen Pensionskassengelder sucht, kann bei der Zentralstelle 2. Säule ein kostenloses Gesuch stellen. «Dazu braucht es nur Name, Adresse, Geburtsdatum und die AHV-Nummer in ein Formular (PDF) einzufüllen und abzuschicken», sagt Daniel Dürr. Diese Suche ist gratis.

Banken, Versicherungen und die Auffangeinrichtung BVG müssen der Zentralstelle kontaktlose und vergessene Vorsorgeguthaben melden. «Pro Woche gehen bei uns knapp 500 Nachforschungs-Gesuche ein», sagt Daniel Dürr. Bei über 40 Prozent der Gesuche findet die Zentralstelle kontaktlose oder vergessene Guthaben.

Auch professionelle Sucher können beauftragt werden

Es gibt aber auch private Firmen, die professionell nach vergessenen Guthaben suchen. Beispielsweise die Firma Argus Investment. Die Suche nach den vergessenen PK-Geldern ist gratis.

Wer das gefundene PK-Geld in seine aktuelle Pensionskasse einzahlen will, der muss der Argus Investment 100 Franken bezahlen. «Diese Überweisung kann der Kunde auch selber veranlassen, dann kostet es nichts», sagt der Argus Investment-Geschäftsführer Bruno Kälin.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Alessandro Melena , Basel
    Die Ideen sind gut, aber die Menschen, welche diese Auffangvorrichtungen betreiben sind schlecht. Anstelle der Diskussion, das Bargeld abzuschaffen, sollte man die Banken- und die Versicherungsmafia abschaffen. Lügen und betrügen nun mal leider zu deren guten Manieren.
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  • Kommentar von Katharina Tschumi , 3006 Bern
    Von 1974 bis 1985 habe ich als Assistenz-und Oberätztin an verschiedenen Spitäler gearbeitet, dabei wurde ich gezwungen in die spitaleigene Pens.Kasse einzubezahlen. Beim Stellenwechsel wurde mir immer nur der von mir einbezahlte Anteil zurückbezahlt, den Spitalanteil haben die Kassen oder Spitäler behalten.Wo kann dieses Geld jetzt sein?
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  • Kommentar von Verena Roth , 8570 Weinfelden
    Ich hätte da eine Frage an die Telefonberater: Ich habe bereits einige Jahre vor dem Obligatorium 1985 in die Pensionskasse meiner damaligen Firma einbezahlt. Beim Stellenwechsel 1982 bezahlte mir die Firma nur meinen Teil aus, ihr Anteil blieb in der Firma zurück. Ich frage mich deshalb, ob mir der Anteil dieser Firma nicht auch zusteht, obwohl er noch vor dem Obligatorium zustande kam ?
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