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Gesundheit Duftkerzen und Co. – Zu viel ist ungesund

Frankreich will Duftkerzen und Räucherstäbchen verbieten. Die Belastung für die Atemwege sei zu gross. In der Schweiz setzen die Behörden auf Eigenverantwortung und einen bewussten Umgang mit Duftkerzen.

Auf einem Tischset sind Duftkerzen, Räucherstäbchen und eine Schüssel mit Duftkugeln drapiert
Legende: Soll in Frankreich verboten werden: Duftkerzen und Räucherstäbchen. Colourbox

Das französische Gesundheitsministerium hat vor allem Räucherstäbchen im Visier und will diese verbieten. Es reichten schon wenige Minuten pro Monat, um der Gesundheit zu schaden, heisst es. Das Bundesamt für Gesundheit BAG schreibt: «Man sollte die Produkte zur Beduftung nicht übermässig einsetzen.» Gemeint sind Raumsprays, duftende Öllämpchen, Duftkerzen und Räucherstäbchen.

Wie Roger Waeber, Leiter Fachstelle Wohngifte beim BAG erklärt, kann es erst bei häufigem Gebrauch solcher Produkte tatsächlich zu einer Beeinträchtigung der Schleimhäute und Atemwege kommen. «Wenn zu den belastenden Duftstoffen auch noch Feinstaubpartikel durch die Verbrennung hinzukommen, und das häufig geschieht, kann es zu Beschwerden kommen», sagt Waeber gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso»

«Wir setzen auf einen bewussten Umgang»

Anders als Frankreich will das BAG aber keine Vorschriften erlassen zu Duftkerzen und Co. In der Schweiz werde die Eigenverantwortung sehr stark gewichtet, vor allem in den eigenen vier Wänden. Roger Waeber versichert, dass diese Entscheidung auf denselben Grundlagen basiere, wie jene der französischen Behörden. «Wer nicht täglich und ständig Duftkerzen brennen hat, und wer nach einem gemütlichen Abend mit Kerzen vor dem zu Bett gehen kräftig die Räume lüftet, der riskiert nichts.»

Rangliste der Belastungen

Grob lassen sich die Produkte zur Beduftung eines Raumes in drei Kategorien einteilen. Am wenigsten belastend sind die reinen Duftstoffe wie Raumsprays oder Duftöle, gefolgt von Duftkerzen oder Öllämpchen, und am meisten können Räucherstäbchen die Gesundheit beeinträchtigen. Vor allem Allergiker und Asthmatiker sollen laut BAG vorsichtig sein im Umgang mit Duftstoffen und Duftkerzen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Bernd B., Basel
    Was ich einzig in der Schweiz dringend verbieten würde, sind die Duftkerzen von Airwick mit dem elektrischen Farbwechsler. Ich hab mal so eine aus Wunder gekauft. Die Anwendung war ernüchternd, so spektakulär war das Erlebnis nicht; besonders die Entsorgung war dann ekelhaft: Restwachs entfernen und in den Hausmüll, Glas ins Glas-Recycling, Batterie speziell entsorgen. In den meisten Haushälten wird garantiert alles in den Hausmüll wandern, da sich niemand diese Recycling-Mühe machen will!
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  • Kommentar von Barbara Jachim, Heimberg
    Ein interessanter Bericht, doch leider wird mal wieder alles in einen Topf geworfen: synthetische Düfte und natürliche Düfte. Ganz klar rufen synthetische Düfte Probleme im Körper hervor. Es besteht sogar der Verdacht der Krebserregung. Doch ein natürliches ätherisches Öl oder eine Kerze aus Sojawachs oder pflanzlichen Stearin mit natürlichen Düften hat noch niemanden geschadet. Ausser jemand hat eine Allergie auf Zitrusfrüchte, dann wird es mit dem Zitronenöl auch schwer :)
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  • Kommentar von Susanne Meier, Biel
    Mit der Begründung "Feinstaub-Belastung" … da fragt man sich doch wieso man zuerst Duftkerzen vor Zigaretten verbietet.
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