Falsche IT-Supporter: Bei Anruf Betrug

Kriminelle melden sich in letzter Zeit telefonisch bei privaten Computer-Nutzern. Sie geben sich als Microsoft-Supporter aus und behaupten, der Rechner sei virenverseucht. Mit diesem Vorwand versuchen sie, Passwörter oder Kreditkarten-Nummern zu erfahren.

IT-Betrüger wollen Passwörter erschleichen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: IT-Betrüger wollen Passwörter erschleichen SRF

Die Betrüger versuchen, den Computerbenutzer dazu zu überreden, mit dem PC eine Webseite zu besuchen oder ein Programm zu installieren. Sie sagen, sie würden so den angeglich virenverseuchten PC säubern oder ein anderes Problem beheben.

Bei Anruf Betrug

6:14 min, aus Espresso vom 10.02.2012

In Wirklichkeit aber können die Betrüger so den Computer mit schädlicher Software ausstatten und an sensible Daten gelangen.

Echte Supporter kündigen sich an

«Microsoft» bestätigt gegenüber «Espresso», dass sich seit letztem Herbst vermehrt Betrüger als Mitarbeiter ausgeben, die auf das Betriebssystem «Windows» spezialisiert sind. Echte Support-Mitarbeiter melden sich jedoch niemals ohne Vorankündigung.

Stutzig sollten Benutzer auch werden, wenn der Anrufer nur Englisch spricht. In so einem Fall sollte man den Hörer einfach auflegen und auf keinen Fall den Anweisungen folgen.

Anrufer-Nummern meist gefälscht

Laut Martin Boess von der Schweizerischen Kriminalprävention rufen die Betrüger meist mit Nummern aus den USA, England oder Australien an. Diese Nummern seien jedoch gefälscht, was eine Nachverfolgung praktisch Unmöglich mache.

Trotzdem soll man sich bei der Polizei melden, wenn ein finanzieller Schaden entstanden ist. Befürchtet man einen Virus auf dem Computer, soll man sich an seinen Computerspezialisten (z.B. die Verkaufsstelle des PCs) wenden.