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Konsum Geld-zurück-Garantie: Dyson lässt Kunden warten

Weil er mit dem Staubsauger nicht zufrieden war, machte ein Dyson-Kunde von der «30-Tage-Testaktion» Gebrauch und sandte das Gerät an den Hersteller zurück. Doch anstatt das Geld wie versprochen innerhalb eines Monats zurückzuzahlen, liess Dyson den Kunden monatelang warten.

Legende: Audio Geld-zurück-Garantie: Dyson lässt Kunden warten abspielen. Laufzeit 03:37 Minuten.
03:37 min, aus Espresso vom 05.11.2015.

«30 Tage zu Hause testen» – der Staubsauger-Hersteller Dyson ist von seinen Produkten dermassen überzeugt, dass er Kundinnen und Kunden die Möglichkeit gibt, gebrauchte Geräte zurückzuschicken, wenn man damit nicht zufrieden ist. Einen Monat später, so die Werbung, habe man den Kaufpreis zurück auf seinem Konto.

Was in der Werbung so einfach und unkompliziert tönt, war für T.W. eine Odyssee: Der Kunde hatte im Juni 2015 seinen bestellten Dyson-Staubsauger DC52 erhalten. Da ihn das 550 Franken teure Gerät jedoch nicht überzeugte, sandte er den Staubsauger Anfang Juli an Dyson zurück.

«Dann meldet sich niemand mehr»

Als T.W. nach über einem Monat bei Dyson nachfragte, wann er denn sein Geld zurückbekomme, teilte ihm der Kundendienst mit: «Sie werden den Betrag im Verlauf der nächsten Woche erhalten.» Doch das klappte nicht – auch zwei Wochen später nicht. Es wurde September, es wurde Oktober... ohne dass das Geld an W. überwiesen worden wäre.

Der Kunde meldete sich in dieser Zeit immer wieder bei Dyson: «Die Leute waren jeweils sehr freundlich, versprachen mir einen Rückruf, aber dann meldete sich niemand mehr.» Irgendwann war T.W. mit seiner Geduld am Ende, und er meldet sich beim Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1. Und als «Espresso» Dyson auf den Fall aufmerksam macht, geht es plötzlich sehr schnell. Innerhalb weniger Tage werden die 550 Franken auf das Konto des Kunden überwiesen.

Dyson: «Wir entschuldigen uns»

Dem Unternehmen ist die Geschichte unangenehm: «Wir sind sehr unzufrieden damit, wie dieser Fall abgewickelt wurde», sagt Dyson-Sprecher Daniele Müller. Es habe sich um eine regelrechte Fehlerkette gehandelt: «Es sind Fehler in der Abwicklung passiert, das Gerät ist bei uns liegen geblieben, es gab Ferienabwesenheiten, man hat den Kunden nicht zurückgerufen. Zusammengefasst gab es bei uns mehrere Fehler an mehreren Stellen. Dafür entschuldigen wir uns.»

Insgesamt, betont Dyson jedoch, sei man mit der Testaktion zufrieden. Sämtliche anderen Kunden, die ein Gerät zurückgeschickt hätten, hätten das Geld rechtzeitig ausbezahlt bekommen.

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