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dunkle Klumpen in einer Schale
Legende: Für den Laien kaum erkennbar: Zahngold nach der Kremation. SRF
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Konsum Grosser Zuspruch für Verwertung von Zahngold

Das Krematorium Solothurn verkauft Gold, das nach dem Einäschern von Toten übrig bleibt. Ein heikles Thema. Doch erstaunlich: Viele, die sich nach den Beiträgen im «Espresso» und im «Kassensturz» gemeldet haben, befürworten die Verwertung von Zahngold. Es gibt aber auch kritische Stimmen.

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Grosser Zuspruch für Verwertung von Zahngold
08:41 min, aus Espresso vom 09.10.2013.
abspielen. Laufzeit 08:41 Minuten.

Sollen Krematorien das Gold aus der Totenasche aussortieren und verkaufen? «Ich finde, Gold gehört in die Urne» oder «Das Gold gehört den Toten». Solche Aussagen sind in der Minderheit. «Warum soll man das Gold einfach vergraben, wenn man es verwerten kann?», meint dagegen eine Hörerin, die sich klar für die Wiederverwendung ausspricht. Dieser Meinung ist auch die Mehrheit weiterer Hörerinnen und Hörer, die sich bei der «Espresso»-Redaktion gemeldet haben.

Karitativer Zweck im Vordergrund

Für was soll der Erlös vom Zahngold gebraucht werden? Viele sind der Meinung, damit sollten gemeinnützige Projekte unterstützt werden. Mit dem Erlös soll sich niemand bereichern können, so der Tenor der Meldungen.

Die Möglichkeit zur systematischen Verwertung von Zahngold von Verstorbenen ist erst dank einer neuen Technik möglich und stellt den Schweizerischen Verband der Krematorien vor neue Probleme. Dort ist man zurückhaltend. Der Vorstand ist der Meinung, dass Edelmetalle den Verstorbenen gehören.

Warum fällt den Bestattern ein Umdenken so schwer? Im «Espresso»-Studio sagte Marc Lüthi, Vizepräsident des Verbandes, dazu: «Die Angehörigen müssen innerhalb von 24 Stunden einen Todesfall anmelden. Sie können sich vorstellen, dass es schwierig ist, dann eine solche Frage nach Zahngold zu stellen. Man kann unser Vorgehen auch pietätvolle Zurückhaltung nennen.» In vielen Köpfen seien auch noch die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges, wo der Mensch als Ressource betrachtet wurde.

Dennoch wird der Verband laut Marc Lüthi die Anregungen, die aufgrund dieser Diskussion entstanden sind, aufnehmen. Eine mögliche Lösung wäre zum Beispiel eine Bestattungsverfügung, ähnlich wie eine Patientenverfügung. «Das wäre umsetzbar und aufgrund dieser Diskussion vermutlich ein sinnvoller Weg», so Lüthi.

Beitrag vom 08.10.2013:

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Gabrielle Malik , Bern
    Mich graust nur schon der Gedanke das sie das Gold von kremierten Menschen wie auch andere Materialien wieder verwerten,es gehört den toten und somit in die Urne.
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  • Kommentar von Raymond Schmidiger , Zürich
    Wenn man bedenkt wie viel Ausbeutung und Umweltverschmutzung durch den Goldabbau heute immern noch stattfindet, finde ich es nur sinnvoll, wenn wir Gold und andere Edelmetalle nach der Kremierung wiederverwerten. Die Idee mit der Verfügung finde ich sehr gut. So kann jeder entscheiden was mit seinen Edelmetallen nach dem Ableben geschen soll.
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  • Kommentar von Karl Hartmann , Luzern
    Das Plündern von Leichen oder Asche von kremierten Menschen ist verboten und pietätslos! Hier sind Geschäftemacher der übelsten und primitivsten Sorte am Werk! Frage: Welcher Goldschmid kann z.B. mit gutem Gewissen einem glücklichen Brautpaar Ringe verkaufen, die aus dem Zahngold von verstorbenen Menschen stammen? Welches Brautpaar wäre nicht entsetzt, wenn es wüsste, dass die Ringe, die sie tragen, aus Zahngold verstorbener Menschen stammt? Zahngold gehört in die Urne oder den Angehörigen!
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    1. Antwort von Martin Tschanz , Thun
      Na und? Gehen Sie mal der Herkunft des Goldes auf den Grund - das nenne ich plündern und pietätlos. Abgesehen davon - wer möchte schon für ein par lumpige Fränkli die Asche von einem verstorbenen Angehörigen durchwühlen? Ich lieber nicht ... können wir doch froh sein, dass wir für die Aussortierung nicht auch noch zahlen müssen. Sterben ist in der Schweiz allgemein leider nicht ganz billig. Und wenn Sie finden dass das Gold in die Urne gehört - was kommt dann nach dieser "Aufhebung"?