Müll statt Magen

Zum Welternährungstag schreckt eine neue Studie auf: Erstmals belegen Zahlen, dass in der Schweiz im Jahr zwei Millionen Tonnen Lebensmittel nicht auf dem Teller, sondern im Müll landen. Besonders zu Hause gehen die Schweizerinnen und Schweizer verschwenderisch damit um.

Video «Lebensmittel: Zuhause landet fast die Hälfte im Müll» abspielen

Lebensmittel: Zuhause landet fast die Hälfte im Müll

2:11 min, aus Kassensturz vom 16.10.2012

Die Lebensmittel sind einwandsfrei und wären geniessbar. Dennoch schmeissen wir sie weg. Erstmals hat WWF die Verluste der Lebensmittel in der Schweiz untersucht. Das Fazit gibt zu denken: Zwei Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Jahr bei uns im Müll. Davon fallen 45 Prozent auf die Haushalte zu; daheim gehen wir besonders verschwenderisch mit den Esswaren um.

WWF hat zusammen mit dem Verein foodwaste.ch die Zahlen heruntergerechnet. Zwei Millionen Tonnen, das sind laut der Stiftung 320 Gramm pro Kopf und Tag. «Wir Konsumentinnen und Konsumenten werfen daheim fast die Hälfte der Nahrungsmittel weg», sagt Claudio Beretta, Assistent an der ETH Zürich und Präsident von foodwaste.ch.

Viele Lebensmittel gehen zudem in den Sektoren Verarbeitung (30 Prozent) sowie Landwirtschaft (13 Prozent) verloren. Dies betrifft besonders Früchte und Gemüsse, die nicht den Qualitätsnormen entsprechen. Die «minderwertige» Ware ist entweder zu klein, zu gross, zu schwer oder zu unförmig.

WWF-Tipps: So vermeiden Sie viel Abfall

  • Vor dem Einkauf einen Blick in den Kühlschrank werfen
  • Die Mahlzeiten planen und Einkaufslisten erstellen
  • Reste kochen
  • Lebensmittel luftdicht oder kühl aufbewahren
  • Frischprodukte lieber häufiger einkaufen, statt grosse Wocheneinkäufe zu tätigen
  • Auch abgelaufene Produkte können noch geniessbar sein