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Occasionsauto kurz nach Kauf kaputt
Aus Espresso vom 25.03.2014.
abspielen. Laufzeit 07:33 Minuten.
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Konsum Occasionsauto geht kurz nach Kauf kaputt

Eine «Espresso»-Hörerin kauft ein Occasionsfahrzeug. Bei der Heimfahrt leuchtet schon die erste Kontrolllampe. Hohe Reparaturkosten sind die Folge. «Espresso» sagt, was Sie tun können, damit beim Gebrauchtwagenkauf keine unerwarteten Kosten auf Sie zukommen.

Sabrina Schmidli fuhr mit ihrem soeben erstandenen Auto bloss ein paar Kilometer, bevor ein Lämpchen am Armaturenbrett leuchtete: Getriebeschaden. Zusätzlich zum Kaufpreis von 16‘000 Franken musste die junge Frau noch einmal 7000 Franken für Reparaturen bezahlen.

Händler keiner Schuld bewusst

Vom SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» mit dem Fall konfrontiert, ist sich der betreffende Autohändler keiner Schuld bewusst. Er habe den Wagen bei der Motorfahrzeugkontrolle vorführen lassen. Zudem habe die Kundin explizit keine Garantie abschliessen wollen, sagt der Händler.

Besser Garantie abschliessen

Bei Gebrauchtwaren darf laut Gesetz die Garantiefrist auf ein Jahr befristet oder tatsächlich ganz ausgeschlossen werden. Wer einen Occasionswagen kaufen möchte, sollte unbedingt auf einen Occasionscheck und einem schriftlichen Vertrag bestehen (siehe Artikel in der Servicebox).

«Frau Schmidli kann nun argumentieren, dass sie das Auto nie zu diesem Preis gekauft hätte, wenn sie vom Schaden gewusst hätte», erklärt Rechtsexpertin Gabriela Baumgartner. Allerdings müsste die Kundin dem Händler beweisen, dass er vom Schaden gewusst habe, um vom Vertrag zurücktreten zu können. «Dies ist schwierig. Deshalb ist es besser, wenn man etwas mehr zahlt und dafür eine Garantie abschliesst.»

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Otto Hüsser , Hombrechtikon
    Vorausgesetzt, der Verkäufer hat auch nichts gewusst von diesem Schaden,erachte ich diese Situation als "dumm gelaufen". Daher wäre es nichts als Anstand, dieser Käuferin das defekte Getriebe kostenlos auszutauschen!!
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  • Kommentar von B. Hauser , Boswil
    Dass man explizit eine Garantie auf ein Fahrzeug abschliessen muss, welches 16`000.- gekostetet hat, verstehe wer wolle. Meiner Meinung nach gehören Getriebeschäden unter versteckte Mängel. Die wenigsten Laien können beurteilen, ob ein Getriebe i.O. ist, selbst Garagisten würden sich damit schwer tun. Abgesehen davon, dürfte ein Wagen in dieser Preisklasse nicht wahnsinnig viel Km auf dem Buckel haben. So oder so - Hätte der Verkäufer Anstand und Ehre, würde er der Kundin helfen. Schäm dich!!!
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  • Kommentar von Nemo Tenetur , Bern
    Tatsächlich bringt das revidierte Gewährleistungsrecht kaum Verbesserungen zum alten Recht. Da eine Verkürzung beim Occasionskauf unter einem Jahr nun nicht mehr zulässig ist, wird die Gewährleistung einfach wegbedungen, was das Gesetz explizit erlaubt. In der Konsequenz dürften viele Occasionsauto-Käufer noch schlechter dastehen als zuvor. Oder sie wird wegbedungen und dafür um eine Garantie von drei Monaten ergänzt, was wieder auf das selbe hinausläuft (ausser was die Rügepflichten betrifft).
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