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Päckli-Klau aus Briefkasten: Post verweigert Entschädigung
Aus Kassensturz vom 30.09.2014.
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Konsum Päckli-Klau aus Briefkasten: Post verweigert Entschädigung

Ein Briefträger stellt ein Paket nicht korrekt zu. Es wird aus dem offenstehenden Briefkasten gestohlen. Dennoch lehnt die Post jede Haftung ab. «Kassensturz» zeigt, warum sie dennoch bezahlen muss und sagt, wie man sich vor dem Päckli-Diebstahl schützen kann.

Mert Gündüz bestellt bei Zalando diverse Kleidungsstücke im Wert von 800 Franken. Einige Tage später teilt der Versandhändler ihm mit, das Paket sei durch die Post an ihn ausgeliefert worden. Als er das Päckli aus seinem Milchkasten nehmen will, herrscht da allerdings gähnende Leere.

Er fragt mehrmals nach, bei Zalando, bei der Post. Schnell wird klar: Das Paket muss gestohlen worden sein. Die Post möchte davon allerdings nichts wissen und teilt Gündüz mit, das Paket sei korrekt zugestellt worden, deshalb übernehme sie keine Haftung. Mert Gündüz ist zuerst ratlos: «Jetzt habe ich eine offene Rechnung von 800 Franken, muss diese bezahlen und habe einfach nichts.»

Das Paket muss komplett im Ablagefach Platz haben

Doch so schnell gibt der Sachbearbeiter nicht auf. Er findet die Masse des verschwundenen Paketes heraus. Dann misst er sein Milchkästli aus und stellt fest: Das Paket kann darin gar nicht Platz haben, die Türe konnte unmöglich geschlossen werden.

Für Haftpflicht-Rechtsexperte Vito Roberto ist klar, die Post muss für den Verlust aufkommen: «Die Sendung muss in den Briefkasten oder in den Ablagefach passen und darf nicht herausragen, wie die Post in ihren AGB selbst schreibt.» Der Briefträger hätte also das Paket wieder mitnehmen und im Briefkasten von Mert Gündüz einen Abholschein deponieren müssen.

Deshalb schaltet sich «Kassensturz» ein. Auch hier antwortet die Post zuerst, das Paket sei im Ablagefach gelegen und gelte deshalb als korrekt zugestellt. Erst nachdem «Kassensturz» nochmals nachhakt, lenkt die Post schliesslich doch noch ein. In einer zweiten Stellungnahme heisst es: «Aufgrund der offiziellen, nun vorliegenden Codier-Ereignissen wird dem Kunden via Zalando der Betrag von 800 Franken gutgeschrieben.»

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Was, wenn das Paket nicht in den Briefkasten passt oder zu wertvoll ist? Hier ein paar Tipps.

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55 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Burri  (Billabong)
    Ich denke, dass nicht der Wert massgebend ist, sondern wie die Post mit der ganzen Thematik umgeht! Bei mir war es etwas mehr als CHF 200 und diese zwei Pakete hatten nicht wirklich genügend Platz im Ablagefach!
    Dass ich ABER als Kunde der Post NICHT bestimmen kann ob meine Pakete im Ablagefach deponiert werden dürfen. Das verstehe ich schlicht weg nicht! PickPost ist auch so was..... wenn das Paket nicht der Paketnorm entspricht steht man auch da am Berg.... das ist Service Public
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  • Kommentar von Patrick Hegetschweiler  (Patrick Hegetschweiler)
    Was ich mich da frage als Pöstler..Warenwert 800 Chf im Ablagefach?Was war da drin?Eine Rolex?2x 400 CHF T-Shirt?
    Und ich möchte erwähnen das meine Kunden es sehr schätzen das ich ihnen Pakete deponiere..
    Man müsste auch mal mit dem Boten reden anstatt direkt Reklamieren.
    Nützt im Fall mehr.
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  • Kommentar von Roger Künzli , Zürich
    Was einst Cablecom war ist seit 10 Jahren die Post: Die Firma mit dem miesesten Kundendienst im Land. Am meisten verschwinden bei mir Einschreibe-Briefe, oder sie reisen wochenlang durchs Land. Reklamationen bei der Post sind reine Zeitverschwendung - man ist der Ignoranz und tw. Dummheit glatt ausgeliefert. Die Angestellten beim Kundendienst sind - im Gegensatz zum Schalter! - inkompetent oder gleichgültig oder beides zusammen. Klarer Fall von miserabler Führung: Dieser Fisch stinkt vom Kopf.
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