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Schweizer Elektrogeräte brauchen Schweizer Stecker
Aus Espresso vom 27.08.2015.
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Konsum Schweizer Elektrogeräte brauchen Schweizer Stecker

Eine Kundin kauft bei einem Schweizer Onlineshop einen Mixer als Geschenk. Dann stellt der Beschenkte fest, dass sein neues Gerät einen deutschen Schukostecker aufweist. Das ist in der Schweiz nicht erlaubt. Wer einen Reisestecker als Adapter verwenden will: Achtung, auch das ist verboten.

Rechtlich ist klar: Elektrogeräte, die in der Schweiz verkauft werden, müssen einen Stecker der Schweizer Norm SEV 1011 aufweisen. Dies macht Sinn, denn nur so kann man die Geräte in der Schweiz auch einstecken und verwenden. Es ist jedoch auch ein Gebot der Sicherheit, wie das Eidgenössische Starkstrominspektorat Esti regelmässig warnt. Peter Fluri ist für die Marktüberwachung im Esti zuständig: «Wir beanstanden in der Schweiz rund 20 Geräte pro Jahr, wobei pro Fall sehr viele Erzeugnisse betroffen sein können.»

Importeure müssen dafür besorgt sein, dass Ware, die für den Verkauf in der Schweiz bestimmt ist, mit Schweizer Steckern konfektioniert werden. Allerdings lohnt sich das bei kleinen Mengen nicht. Die Verkäufer behelfen sich dann oft, indem sie einen Adapter für den Schweizer Netzanschluss mitliefern.

Das Gesetz kommt ihnen soweit entgegen, dass sogenannte Fix-Adapter erlaubt sind. Einmal auf den fremden Stecker aufgesteckt, lassen sich diese nicht mehr entfernen. Allerdings sei das eine wesentliche schlechtere Lösung, sagt Peter Fluri vom Starkstrominspektorat: «Wenn die Schutzklasse oder Stromstärke nicht übereinstimmen, bestehen Gefahrenquellen. Wir akzeptieren diese Lösung zwar, aber es ist keine gute Lösung.»

Auch Reiseadapter sind verboten

Wer im Ausland ein Elektrogerät ohne Schweizer Stecker kauft, ist selbst dafür verantwortlich, dass auf fachmännische Art ein Schweizer Stecker montiert oder ein Fixadapter verwendet wird. Dabei behilft man sich oft mit günstigen Zwischensteckern, sogenannten Reiseadaptern. Auch Händler bieten solche Geräte an. Doch sämtliche Stücke, die mehrmals ein- und aussteckbar sind, sind als fixe Überbrückung verboten.

Beim Online-Shop proidee.ch mit Sitz in St. Gallen, bei dem die Kundin den Mixer mit dem deutschen Stecker kaufte, spricht man von einem Einzelfall. Produkte mit fremden Steckern würden im Mutterhaus in Aachen (D) umkonfektioniert, sagt eine Sprecherin gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1. Es komme aber vor, dass man bei Kleinmengen einen Fix-Adapter mitliefere. Der Shop hat der Kundin den Wert eines Adapters gutgeschrieben.

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Ruedi , Stäfa
    Auch bei Conrad bekommt man manchmal Geräte mit deutschen Steckern und dazu den fixen Adapter. Wehe aber, wenn man den nicht ganz gerade montiert, dann kann man gleich einen Neuen holen. Warum ein Reiseadapter verboten ist bleibt ein Rätsel. Verwende seit Jahren solche Stecker für Geräte aus der EU oder Asien.
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  • Kommentar von Rainer Brinkrolf , Oftringen
    Wer träumt diesbezüglich von Zeiten aus dem vergangenen Jahrhundert. Die Wirklichkeit sieht so aus, das die schw. T12 usw. eindeutig ein Gefahrenpotential beinhaltet und als nicht sicher erachtet wird vom Rest der Welt. Diesbezüglich wurden die NIN und NIV abgeschafft und durch die NIN-EN und die NIV-EN ersetz. Das EN steht nicht für eidgenössische Norm sondern für Europanorm.
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  • Kommentar von marco buhlmann , portalban
    Dass es das Fossil Schweizer Stecker noch gibt, der sich immer erwärmt, oxidiert und nicht Kinder geschützt ist. Habe Steckdosen auf Euroschuko umgestellt, mit Erfolg, das sicherste auf der Welt und beinahe in allen Ländern neu im Einsatz. Dreifach geschützt, man kann nie einen Kontakt berühren, ist 16 A geprüft, hat grössere Kontaktabstände, somit weitgehend gegen Überspannung gesichert. EINZIG zu billig für den "Schweizer Hochpreismarkt"
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    1. Antwort von Jay Doriç  (Jay Doriç)
      einem grösseren Bockmist habe ich selten gehört wie diesem. Der Schuko wird genau so heiss wie jeder andere Stecker. Stecke mal einem 2500 W Strahler ein. Dann wünsche ich Ihnen viel Spass wenn die periodische Leitungskontrolle bei Ihnen auf der Matte steht. Schuko ist in der Schweiz verboten und wird teils zur Anzeige gebracht.