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Eine grosse Halle vollgestopft mit Truten.
Legende: Eingepfercht auf engstem Raum warten die Tiere auf die Schlachtung. SRF
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Konsum Staatsanwalt stellt Strafverfahren gegen «Kassensturz» ein

Der deutsche Geflügelkonzern «Heidemark» hat Strafanzeige gegen eine «Kassensturz»-Autorin eingereicht, nachdem diese über die miserablen Zustände in deutschen Truten-Mastbetrieben berichtet hatte. Jetzt stellt die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern das Strafverfahren ein.

Tausende Truten stehen dicht an dicht in den Masthallen. Kranke Tiere liegen im eigenen Kot, sterbende werden sich selber überlassen. Über die tierquälerische Trutenmast in deutschen Ställen hat «Kassensturz» am 13.12.2011 berichtet.

Das Trutenfleisch, welches Migros, Denner, Aldi und Lidl verkaufen, stammt zum grossen Teil aus solchen Betrieben.

Nach der Sendung ging der deutsche Geflügelriese «Heidemark» gerichtlich gegen «Kassensturz» vor. Er reichte Zivilklage ein – zog sie jedoch im März zurück. Zudem erstattete «Heidemark» Strafanzeige. Der Vorwurf: Unlauterer Wettbewerb. «Kassensturz» hätte «Heidemark» ungerechtfertigt an den Pranger gestellt.

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern stellt nun das Strafverfahren gegen «Kassensturz» ein. Die Begründung: «Kassensturz» habe korrekt berichtet und mehrfach darauf hingewiesen, dass die Tiermast von «Heidemark» die Gesamtzustände in deutschen Mastbetrieben repräsentieren würde. Diese wurde auch vom beigezogenen Tierarzt und vom Tierrechtsaktivist bestätigt.

Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig.

Gequälte Truten: Detailhandel unter Druck

Deutschland ist der wichtigste Trutenfleisch-Lieferant für die Schweiz. «Kassensturz» kritisierte bereits mehrmals den Import von Trutenfleisch, zuletzt im Juni 2013.

Video
Tierquälerei in Trutenmast: Schweizer Detailhandel unter Druck
Aus Kassensturz vom 18.06.2013.
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13 Kommentare

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  • Kommentar von A.S. Schlimpert , Lörrach
    Arbeite in CH und kaufe Fleisch und Eier trotz des höheren Preises hier, weil der Tierschutz besser ist. Aber Pute esse ich schon lange nicht mehr, weil es m.E. regelrechte Qualzuchten sind. Die alten Rassen hatten viel mehr Aroma und 7 verschiedene Fleischstücke. Achte sehr auf die Herkunft und Haltung. - Lieber etwas weniger, dafür mit gutem Gewissen. - Neulich fragte ich in der Migros, woher sie die Eier für ihre Backwaren beziehen. Es war Wiesenhof - seither kein Appetit mehr darauf.
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    1. Antwort von Beppie Hermann , Bern
      Danke für Ihren Beitrag!Tröstend zu wissen,dass es noch nachdenkende Leute wie Sie gibt.Wir essen deshalb auch nur noch CHer Vollkornteigwaren ohne Eier.Bio-(Eier)teigwaren sind vielfach Import u.da weiss man auch nicht genau,was dahinter steckt.Fleisch beziehe ich direkt beim Biobauern im Nachbarsdorf 2x/Jahr.Gesamtmenge+Gewicht der Vakuumeinzelpackungen nach Wunsch.Ebenso zwischendurch Eier+Käse.Wir reduzierten den Fleischkonsum auf 2x/W,2x Milchprodukte+3x veganisch(vom eigenen Land)
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  • Kommentar von Beppie Hermann , Bern
    M.Schmid,mit "der Kunde kauft blind+verantwortungslos",spreche ich meine Erfahrungen bei Grossverteilern an.Sehen Sie ein Stündchen den Leuten beim Einkauf zu.Die meisten decken sich eh mit Fertigsuppen,-menüs-,salaten,-saucen,-desserts etc ein.Bei andern Esswaren kommt erst der Blick auf den Preis,dann der Vergeichsblick auf die andern.Bei der Auswahl 3er Knoblauchangebote bspw. greift der Kunde zum chinesischen.Da steht auf den Waren schon so viel an Deklaration drauf,die lesen das gar nicht.
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  • Kommentar von Beppie Hermann , Bern
    Wie recht Sie haben, G. Kirchhoff! Leider aber beweist die ungeheure Importmenge von Qualfleisch wie Halal, Massenhaltungen/zuchten, Qualtransporten, Froschschenkel, Stopfleber, Fische usf., das Zeug wird gekauft und gegessen! Die grosse Masse entsetzt sich kurzfristig über all die unsäglichen Missstände, und blendet dann, dem Portemonnaie zuliebe, diese leidvollen Geschichten einfach aus.
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    1. Antwort von Stefan , Grenchen
      Manchmal schon traurig und wahr zugleich! Schreien wie schlimm manche Mastbetriebe sind und dann nach kurtzer Zeit wens dann mal vergessen ist, wird das Fleisch wieder z.B. von Heidemarkt gekauft als wäre nichts geschehen.
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