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Konsum Veganer leben mit einer guten Oekobilanz

Die Umweltorganisation WWF hat eine Studie erstellen lassen zu der Frage, welche Ernährungsgewohnheiten die Umwelt am meisten belasten. Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier machen dabei rund die Hälfte der Treibhausgasemissionen aus. Veganer ernähren sich klimaschonend.

Legende: Audio «Veganer leben mit einer guten Oekobilanz» abspielen. Laufzeit 4:09 Minuten.
4:09 min, aus Espresso vom 15.03.2016.

Die Resultate der Studie, welche vom Ökobilanz-Spezialisten ESU-Services durchgeführt wurde, zeigen: Je mehr pflanzliche Produkte anstelle von tierischen Erzeugnissen, desto besser für das Klima.

Die Studie unterscheidet zwischen sechs Ess-Typen: Veganer, welche auf jegliche tierische Produkte verzichten. Ovo-Lacto-Vegetarier, welche Eier und Milchprodukte essen. Ovo-Lacto-Pescetarier, welche zusätzlich auch Fisch essen. Weiter gibt es die Gruppe der Flexitarier, welche zwei bis drei Mal pro Woche Fleisch essen. Dann gibt es die «Fleischtiger», welche in der Studie als Fleischvernichter bezeichnet werden. Sie ernähren sich von wei Kilo Fleisch pro Woche, essen praktisch jeden Tag ein Ei. Und zu guter Letzt sind da noch die sogenannten Protein-Junkies, welche jede Woche 1,5 Kilo Fleisch essen, zehn Eier zu sich nehmen, dazu viele Milchprodukte und täglich Molkeproteinpulver.

«Die ganze Produktionskette muss berücksichtigt werden»

Wie Ökobilanz-Experte Christoph Meili vom WWF Schweiz erklärt, haben die Studienmacher die ganze Produktionskette der Nahrungsmittel in die Berechnung der Treibhausgasemissionen einbezogen. Darin enthalten seien auch Transport, Verpackung, Kühlung und Futtermittelproduktion.
«Gerade die Futtermittelproduktion verbraucht enorm viel Energie und belastet die Umwelt stark, zum Beispiel bei der Soya-Produktion. Hierfür wird häufig Regenwald abgeholzt.» Erstaunt haben ihn die Studienresultate deshalb nicht.

Die Ernährungsstile und ihre Auswirkungen auf die Umwelt

Ernährungsstil
Kg Co2-eq pro Jahr und Person (Treibhauseffekt umgerechnet in kg CO2)
Umrechnung in Autokilometer (durchschn. Privatwagen in der Schweiz)
Veganer1'1245'600
Ovo-Lacto-Vegetarier1'3806'900
Ovo-Lacto-Pescetarier1'4427'200
Flexitarier1'4957'500
Schweizer Durchschnitt
1'8379'200
Fleischvernichter2'32611'600
Protein-Junkie2'35011'700

Quelle: WWF-Studie / ESU-Services

Der Protein-Junkie hat die Oekobilanz eines mittleren Autos

Eindrücklich ist der Vergleich der Ökobilanzen, wenn man den Ausstoss mit dem eines mittleren Autos vergleicht. Wie der WFF schreibt, sei der Ausstoss durch den Protein-Junkie mit einem Auto zu vergleichen, das 12 000 Kilometer pro Jahr fahre. Der Veganer komme auf knapp 6000 Kilometer. Mehr als die Hälfte weniger.

Ganz auf Fleisch verzichten?

Es sei gar nicht nötig, völlig ohne Fleisch zu leben, ist der WWF-Experte überzeugt. Aber weniger Fleisch helfe dem Klima schon deutlich. «Wir empfehlen, lediglich zwei bis drei Mal pro Woche Fleisch zu essen.» Wichtig sei, dass es den Konsumentinnen und Konsumenten bewusster werde, wie stark sich ihr Essverhalten auf die Treibhausgase auswirke. Auch eine Umfrage des Bundesamts für Umwelt von 2015 hat gezeigt, dass die Befragten die Auswirkungen des Essens auf die Klimaerwärmung als sehr gering einstuften.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Uschi Schuler, Adligenswil
    Einmal so einmal so, wem soll man da noch glauben? Ich glaube mit gesundem Menschenverstand ist alles OK!
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  • Kommentar von Fred Frohofer, Zürich
    Nutztierhaltung ist okay, solange sie tiergerecht und ökologisch ist: Denn damit können Wiesen, Steppen und Alpweiden zur Nahrungsmittelproduktion genutzt werden. Heute werden 70% der weltweiten Getreideproduktion für die Futtermittel verwendet. Würden damit die Menschen direkt ernährt, gäbe es keinen Hunger mehr (und damit auch weniger Flüchtlinge). Das vegane Leben ist übrigens der Gesundheit sehr zuträglich. So können Gesundheitskosten eingespart werden (auch sehr CO2 relevant!).
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    1. Antwort von Dan Fuchs, Lausanne
      "Das vegane Leben ist übrigens der Gesundheit sehr zuträglich." Können Sie das irgendwie belegen? Ich habe bisher eher gegenteiliges gehört, vor allem bei Kindern im Wachstum... je ausgewogener um so besser...
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    2. Antwort von Fred Frohofer, Zürich
      @Dan Fuchs: Natürlich kann ich das beweisen: Ich lebe seit mehr als einem Vierteljahrhundert (sehr ausgewogen, hauptsächlich saisonal und regional) vegan und erfreue mich daher bester Gesundheit. Tatsächlich rief mir letzthin die Krankenkasse an, ob bei mir alles in Ordnung sei: ich bezahle nur und beziehe nichts, weil ich nie krank bin. Allerdings brauchen Babys genau wie Kälber Milch. Doch kein Säugetier konsumiert ausgewachsen noch Milch – ausser den (entarteten) Menschen.
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    3. Antwort von Dan Fuchs, Lausanne
      @Fred: LOL sorry, mal ganz abgesehen davon dass Ihre persönliche Erfahrung kein Beweis für gar nichts ist, glaube ich keine Sekunde dass Ihre Krankenkasse sich bei Ihnen erkundigt wieso sie nur einzahlen. Auch ich bezahle nur und beziehe nichts, weil ich nie krank bin. Dabei rauche ich seit weit mehr als einem Vierteljahrhundert und versuche eben solange den Export von Schweizer wein durch Knappheit zu verhindern. Andre Säugetiere fahren auch nicht Auto oder nutzen das Internet.
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  • Kommentar von Werner Blickenstorfer, Adelboden
    Wer von diesen Radioexperten hat 3 mal Fleisch erfunden. Ich verlasse mich da auf die SGE. Veganismus wird hier als gute Ernährung Ernährung dargestellt. Welche Gefahren sie birgt habe ich in diesem völlig unausgewogenen Bericht völlig vermisst.
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    1. Antwort von N.S, Zürich
      1.geht es in dieser Studie nicht um die Gesundheit sondern die Klimafreundlichkeit. 2.kann eine vegane Ernährung sehr gesund und überhaupt nicht unausgewogen sein. Von welcher Gefahr sprechen Sie denn?
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    2. Antwort von Fred Frohofer, Zürich
      Wirkliche Gefahren gehen von tierischer Nahrung aus: Bei jedem Lebensmittelskandal (ausser Wein) in den ketzten Jahrzehnten waren tierische Produkte das Problem. Die meisten Zivilisationskrankheiten fussen auf tierischer Ernährung. Wer abwechlsungsreich vegan lebt (mit vile Hülsenfrüchten, Sämereien, Nüssen etc.) lebte gesünder als Carniovore.
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