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Konsum Vor 1974: «Konsumenten bräuchten Warentests»

Eine Konsumenten-Sendung wie der «Kassensturz» war vor 40 Jahren überfällig. Konsumentenschützer bezeichneten die Schweiz damals als «Entwicklungsland in Sachen Verbraucher-Aufklärung». Es fehlte an Warentests, griffigen Gesetzen und sogar an Haltbarkeitsdaten.

Fleisch
Legende: Fleisch ist nicht gleich Fleisch: Warentests decken dies oft auf. Colourbox

Anfang 1974 ging der «Kassensturz» im Schweizer Fernsehen auf Sendung. Ein Radiobeitrag vom Juni 1973 zeigt, dass eine solche Sendung nötig war.

Der Konsument brauche endlich Warentests als Einkaufshilfe, sagte Alfred Neukomm von der Stiftung für Konsumentenschutz damals: «Er sieht ja den vielen Kühlschränken, Staubsaugern und anderen Waren nicht an, ob sie viel oder weniger taugen.»

Tricks bei der Preisanschrift

Haltbarkeitsdaten für Lebensmittel und Medikamente gab es damals erst auf dem Wunschzettel der Konsumentenschützer. Für die Lebensmitteldeklaration lief erst die Vernehmlassung, die Textildeklaration stand kurz vor der Einführung. Und bei der Preisanschrift wurde munter getrickst, wie der Beitrag aus dem Radioarchiv zeigt.

Die Preise auf einem Produkt waren mehrfach durchgestrichen und scheinbar nach unten korrigiert. Ein Trick, den das Radio im Beitrag von 1973 entlarvte: «Die Etikette ist in ein und demselben Druckvorgang gedruckt worden.

Mit anderen Worten: Der Verkäufer dachte nicht im Traum daran, wirklich 9.70 zu verlangen. Er kalkulierte seine Marge von Anfang an auf der Basis von 6.30 oder 7.10.» Der Verkäufer spiele den Konsumenten ein Theater vor, «weil er ein paar tausend Hausfrauen an seinem Ladentisch erwartet, die darauf hereinfallen.»

1975 erste Konsumentensendung im Radio

Auch wenn das Schweizer Radio schon früher über Konsumthemen berichtete: Die erste eigentliche Konsumsendung ging im Januar 1975 über den Äther.

Die neue Sendung «Index 5 vor 12» dauerte 20 Minuten und wurde jeweils am Mittwochmittag ausgestrahlt. Das heutige Konsumentenmagazin «Espresso» auf Radio SRF 1 existiert seit 1991.

40. Jubiläum

40. Jubiläum

«Kassensturz» feiert seinen 40. Geburtstag. Alle Artikel zum Jubiläum und alte Film-Beiträge auf der Jubiläums-Webseite.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Mike Brunner, Lachen
    Das Dreinschnörren haben auch die Nachfolger-ModeratorInnen, mehr oder weniger, geerbt. Ich finde so eine Sendung gut und wichtig, aber man sollte auch die "Angeklagten" ausreden und zuhören können, diese Sturheit nervt. Die Machtverhältnisse sind ja sowieso klar, das Potential eine Firma oder Marke auf einen Schlag kaputt zu machen, ist gross. Es bräuchte so eine Sendung nicht nur für Privatwirtschaft (Konsum), sondern auch Verwaltung (Politik), jemand, der mal genauer hinschaut.
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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Ich finde, man kennt Schawinski nicht wieder. Damals half er Menschengruppen mehr Recht zu bekommen, heute macht er die Menschen fertig. Es ist zwar jeder selber schuld, der zu ihm in die Show geht - wenn ich z.B. DJ-Bobo gewesen wäre hätte ich auf die verächtlichen Bemerkungen seiner Fähigkeiten gesagt, dass ich immerhin einer der besten Entertainer Europas bin und die Menschen glücklich und aufgestellt mache, im Gegensatz zu Schawinski, der wenn möglich heute jeden zur Schnecke macht.
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  • Kommentar von Gertrud Blaser, 3415 hasle-Rüegsau
    Guten Tag Betr. ihr Club Der Gründer und erste Moderator von "Kassensturz", Roger Schawinski, ist nicht eingeladen, das kann ich nicht verstehen. In der Schweiz hat man oft Mühe mit erfolgreichen und selbstbewussten Leuten, schade! Roger Schawinski hätte ihre Sendung endlich einmal wieder spannend gemacht. Früher habe ich mir jeden "Club" angesehen, leider bin ich in der letzten Zeit sehr enttäuscht von ihrer Sendung! Freundliche Grüsse G. Blaser
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    1. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Nicht weiter schlimm. Er hat genug Gelegenheit, zu schnorren und zu provozieren. Was er sich in seiner aktuellen Sendung bei gewissen "Gästen" für Frechheiten und Respektlosigkeiten erlaubt, ist oft unter der Gürtellinie!!!!
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    2. Antwort von Tek Berhe, St. Gallen
      Es muss wohl mit den Anti-Roger-Reflexen innerhalb SRF/SF/SR zu tun haben, die man beim Club noch nicht überwunden zu haben scheint... Jungs und Mädels: Er ist jetzt einer von euch!!!
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