Weko stellt Untersuchung gegen Fischer und Völkl ein

Die Skifabrikanten Fischer und Völkl standen im Verdacht, Parallelimporte in die Schweiz behindert zu haben. Jetzt hat die Wettbewerbskommission die Abklärungen eingestellt.

Schwarze Fischer-Ski in einem Regal. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Bretter gaben viel zu reden dieses Jahr. SRF

Ende Oktober wurden Vertreter von Fischer-Ski bei Streifzügen durch die Sport-Outlet-Läden des Discounters Otto’s beobachtet. Sie kauften kurzerhand alle verfügbaren Fischer-Skis ein, weil diese günstiger angeboten wurden als in anderen Sportartikelläden.

Otto’s kaufte die Skis nach eigenen Angaben im Ausland ein, und zwar günstiger als beim offiziellen Fischer-Importeur in der Schweiz. Dieser liess sich das nicht gefallen und beliess es auch nicht mit der Einkaufsaktion. In einem Brief an seine Kunden betonte der damalige Chef von Fischer Schweiz, Stéphane Cattin, man habe den Händler, der Otto’s belieferte, nun gesperrt. Er erhalte keine Fischer-Skis mehr zum Verkauf.

Schall und Rauch

Nachdem die Konsumentensendungen «Kassensturz» und «Espresso» und weitere Medien darüber berichtet hatten, schaltete sich auch die Wettbewerbskommission Weko ein. Denn das Kartellgesetz verbietet ausdrücklich, dass Parallelimporte in die Schweiz verhindert oder behindert werden dürfen. Die Abklärungen wurden auch auf die Skiproduzentin Völkl ausgeweitet.

Jetzt teilt die Weko auf Anfrage mit, die Untersuchungen seien eingestellt worden. Denn die Sperrung des Lieferanten entpuppte sich als leere Drohung, um die Schweizer Händler zu beruhigen. In Tat und Wahrheit blieben alle Besorgungskanäle offen.