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Multimedia Cablecom lanciert neues Monatsabo für Filme und Serien

Kurz vor dem Markteintritt des US-Dienstes Netflix führt UPC Cablecom ein neues Angebot für Filme und Serien ein. Das Flaterate-Angebot richtet sich nur an eigene Kunden. Mit einem neueren Kombi-Angebot ist der Dienst MyPrime gratis. Doch anspruchsvolle Kunden werden etwas enttäuscht sein.

Grosse Leinwand mit blauem Umgebungslicht.
Legende: Cablecom präsentiert an der Pressekonferenz das neue Angebot. SRF

Filmklassiker, Serien, Kindersendungen und Dokumentationen – jederzeit. Dies verspricht UPC Cablecom mit dem neuen Angebot MyPrime. Dabei wird der Fokus neben Hollywood-Produktionen auch auf Schweizer Inhalte gelegt, inklusive SRF-Sendungen und einer selberproduzierten Sitcom mit Patrick Frey.

Zusätzliches Abo kostet zehn Franken

UPC-Cablecom-Kunden, die eines der neuen Kombiangebote «Plus», «Super», «Cool» und «Joy» abonniert haben, können MyPrime ab sofort gratis nutzen. Alle anderen Kunden haben Zugriff auf ein stark abgespecktes Angebot. Um sämtliche Inhalte freizuschalten, ist ein Wechsel zu einem Kombiangebot oder ein zusätzliches Abonnement für 9.95 Franken pro Monat nötig.

Wie die Verantwortlichen von UPC-Cablecom an einer Medienorientierung in Zürich darlegten, sei das Ziel, bis Ende Jahr mehr als 10‘000 Sendungen anzubieten. Zum Start ist das Angebot jedoch noch bescheiden. Kunden können am Fernsehgerät, auf dem Computer oder auf mobilen Geräten Filme der letzten Jahre und Jahrzehnte wie zum Beispiel «Aviator» oder «Good Will Hunting» sehen.

Zurzeit noch wenige Serien im Angebot

Wer auf eine Flatrate mit neueren Hollywood-Filmen gehofft hat, wird enttäuscht. Diese werden weiterhin auf der Video-On-Demand-Plattform von UPC Cablecom angeboten, zum Einzelpreis von acht bis zehn Franken pro Film.

Gerade was Serien angeht, hinkt das derzeitige Angebot den hohen Ansprüchen noch hinterher. Zu sehen gibt es momentan erst eine Handvoll mehr oder weniger bekannte Serien wie «Whitechapel» oder «Little Britain». Bis Ende Jahr sollen jedoch weitere Serien-Hits wie z.B. «The Walking Dead» und die Eigenproduktion «Fässler-Kunz» dazukommen.

Die Branche reagiert auf Netflix

Was für die Schweiz praktisch Neuland ist, ist in anderen Ländern wie den USA oder Grossbritannien längst Usus. Netflix bietet dort seit ein paar Jahren ein Monatsabo für Serien und Filme an, mit grossem Erfolg. Alleine in den USA hat das Unternehmen fast 50 Millionen Kunden. Dies auch dank der selber produzierten Serie «House of Cards» mit Kevin Spacey.

Weitere Angebote der Konkurrenz stehen kurz bevor

Netflix wird in der Schweiz Mitte September mit einem eigenen Angebot starten. Angebot und Preis ist dabei noch offen. Es ist jedoch von einem leicht höheren Preis als «MyPrime» von UPC Cablecom auszugehen. Dies, weil im vergleichbaren Markt von Norwegen der amerikanische Anbieter rund zwölf Franken im Monat verlangt.

Tipp: Abwarten und später vergleichen

Auch andere Anbieter sind in den Startlöchern. So hat auch die Swisscom verlauten lassen, bis Ende Jahr ein Flatrate-Angebot für Filme und Serien lancieren zu wollen. Auf Anfrage von «Espresso» nannte eine Sprecherin jedoch keine weiteren Details zu Angebot und Preisen. Auch der Online-TV-Anbieter Teleboy will künftig ein neues Flatrate-Angebot lancieren.

Es lohnt sich also, noch abzuwarten wie die übrigen Anbieter reagieren. Erst dann lässt sich sagen, wer für Serienfans und Filmfreunde am attraktivsten ist.

Legende: Video Kampf um TV-Kunden abspielen. Laufzeit 2:09 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 03.09.2014.

Gratis – oder doch nicht?

Gratis – oder doch nicht?

04.09.13: UPC Cablecom informierte zunächst, MyPrime sei für Abonnenten der aktuellen Kombiangebote gratis. Dies stimmt für viele Kunden jedoch nicht. Auf Anfrage von «Espresso» präzisiert UPC Cablecom die Angaben. Demnach erhalten nur die Kunden kostenlosen Zugang zu MyPrime, die ein Kombi-Angebot (siehe Text) seit Februar 2014 abonniert haben.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Roberto Feijoo Lopez, Kloten
    Wird vermutlich wieder ein instabiles Produkt wie das "Video on Demand" von Cablecom. Dieses stürzt permanent ab, die Menüführung ist grausam langsam und immer wieder funktioniert es schweizweit gar nicht, so wie in den letzten Tagen. Heute einen Film angeschaut und mittendrin stürzt es ab. Der Film kann nicht mehr angesehen werden. Geld für nix ausgegeben. Bevor Cablecom irgend etwas Neues probiert, sollten die zuerst mal ihre Fähigkeiten im "Basisprodukt" beweisen.
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  • Kommentar von thats Cablecom, Bern
    CC übertrifft sich wiedermal selber! Kundenbindung?Bestehende Kunden halten ist einfacher als Neue zu gewinnen? Hab ich das etwa falsch verstanden?Ewiggestriger? Im Frühling wurden tausende Abos mit schnelleren Internetverbindung zum höheren Preis angepasst.Ca.90% der Kunden haben anstandslos akzeptiert.Sie,welche seit der Lancierung der H-Box sich mit den Schwierigkeiten herumgeschlagen,dem Support telefoniert haben um nur Ansatzweise die .. Box zum laufen zu bringen,stehen nun wieder im Regen!
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  • Kommentar von Einfach Enttäuscht!, Zürich
    Cablecom ist wohl gewaltig unter Druck geraten und möchte nun zwei Wochen vor der Lancierung von Netflix mit ihrem "MyPrime" ihre Kunden binden. Als "Super-Combi"-Abonnent (125.-/Monat) müsste das neue Angebot bei mir inbegriffen sein, blöd nur, dass sämtliche Kunden mit einer Horizonbox, welche vor Februar 2014 bezogen wurde, nun dafür bezahlen müssen! So bleibt mir nichts anderes übrig, als einen neuen Anbieter zu suchen, welcher nicht bloss B-Movies und alternative Serien anbietet. Schade!
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    1. Antwort von Thomas Graber, 8000 Zürich
      Bitte lassen Sie uns wissen, wenn Sie einen günstigeren Anbieter oder wenigstens einen mit besserem Angebot gefunden haben. Meines Wissens gibt es den nicht. Das heisst ausdrücklich nicht, dass ich die künstliche UPC-Hürde "Februar 2014" in irgendeiner Form unterstütze!
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