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Preisaufschlag bei Sunrise-TV: Wer nicht will, muss künden
Aus Espresso vom 27.10.2015.
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Multimedia Preisaufschlag bei Sunrise-TV: Wer nicht will, muss künden

Sunrise rüstet das TV-Angebot auf und verlangt einen Preisaufschlag von fünf Franken pro Monat. Wer lieber beim alten Angebot bleiben möchte, hat keine Chance: Es existiert nicht mehr. Und eine fristgerechte Kündigung scheint nicht mehr möglich. Zumindest ist davon bei Sunrise keine Rede.

In der Oktober-Rechnung einer Sunrise-Kundin war ein Brief dabei. Man sei bereits mit der letzten Rechnung darauf aufmerksam gemacht worden, dass es eine Änderung gebe beim Fernseh-Abo. Im Brief steht: «Ab dem 1. November ist es nun soweit […] Die Umstellung erfolgt automatisch, ganz ohne Aufwand für Sie.»

Neuerung akzeptieren – oder wechseln

Die Neuerung nennt sich Sunrise Smart TV. Die Kundin ist empört. Sie sei vollends zufrieden mit dem aktuellen Abo und möchte dieses automatische Upgrade nicht. «Ich finde es eine Frechheit, denn ich wurde nicht gefragt, ob ich das neue Angebot will, ich muss es einfach akzeptieren.» Auch ein Anruf beim Kundendienst verlief ohne Ergebnis, ihr wurde gesagt, sie müsse das neue Abo zum höheren Preis akzeptieren – oder zu einem anderen Anbieter wechseln.
Ein weiterer Sunrise-Kunde hat sich auf der Redaktion des Konsumentenmagazins «Espresso» von Radio SRF 1 gemeldet, auch ihm stösst die automatische Änderung sauer auf: «Ich finde es nicht fair, schliesslich habe ich mich für dieses Angebot entschieden und einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Ohne dass ich etwas dazu sagen kann, muss ich nun den Upgrade akzeptieren.»

Wer das Abo nicht will, kann auch kurzfristig kündigen, ohne Zusatzkosten

Beim Telekommunikationskonzern Sunrise heisst es auf Anfrage von «Espresso», man sei davon überzeugt, dass der grosse Teil der Kunden das neue Angebot schätze. «Sunrise hat entschieden, alle Kunden auf das neue Sunrise Smart TV zu migrieren, da wir vom Mehrwert für alle Kunden überzeugt sind.»

Und Mediensprecher Roger Schaller fügt an: «Das neue Angebot ist eine Weiterentwicklung eines bisheriger Produkts und wir können nicht zwei Produkte gleichzeitig parallel führen. Wer das wirklich nicht will, hat ein ausserordentliches Kündigungsrecht.»

Ausserterminliche Kündigung ist möglich

Was Sunrise im Begleitbrief zur Oktober-Rechnung verschwiegen hat: Kunden können noch ausserterminlich kündigen, und zwar bis zum 1. November. Wer dies tun will, muss die Kündigung also bis zum Freitag dieser Woche zur Post gebracht haben.

Den Vorwurf, dass die Kunden schlecht informiert worden seien, weist Sunrise von sich. Man habe in der September- und der Oktober-Rechnung informiert, zudem auch auf diversen anderen Kanälen wie z.B. im Internet.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Constantin Rupp , Eiken
    Nicht nur Sunrise verärgert Kunden durch unerwünschte Zwangs-Upgrades. Auch UPC Cablecom hat bereits mehrmals innerhalb kurzer Zeit Bestandskunden teurere Leistungen aufgezwungen. Es wird Zeit, dass die Politik im Sinne der Verbraucher handelt und durch Gesetzesänderungen derartige Machenschaften erschwert. Die Telekommunikationsbranche geniesst in der Schweiz viel zu grosse Freiheiten, wie u. a. auch noch immer mögliche überteuerte Roamingtarife für schweizerische Mobilfunkkunden beweisen.
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  • Kommentar von Stephanie Jost , Wettingen
    So eine Frechheit von Sunrise! Habs grad meiner Mutter gesagt, die bei Sunrise ist und siehe da, auch ihr werden für 1 Jahr die 5.- erlassen. Wer sich nicht wehrt zahlt drauf. Finde das frech.
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  • Kommentar von Hanna Berger , 4057 Basel
    Auch die Swisscom treibt so ihre Spiele. PC und Telefon bei der Swisscom. Ich muss nun über den Router telefonieren. Zahle für TV, obwohl ich TV bei Cablecom habe. Nicht genug, ich muss das TV Empfangsgerät bei Swisscom abbestellen, obwohl ich kein TV bei Swisscom habe. Cablecom schickt mir ein TV Empfangsgerät, obwohl ich eine Karte im Gerät habe und kein Empfangsgerät. Es ist an der Zeit, dass Konsumentenschützer sich dieser Sache annehmen.
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    1. Antwort von Jasmin Fröhlich , Genf
      Über den Router wird bald schweizweit telefoniert bei jedem Anbieter. Das ist kein Spielchen sondern ein Technologiewechsel den wir Schweizer meistens zuletzt machen. :-)