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Multimedia So funktioniert das Geschäft mit privaten Daten

Wie ist Moneyhouse zu den Millionen von Personendaten gekommen? Mit dieser Grafik zeigt «Kassensturz», wer an den persönlichen Informationen von 8 Millionen Schweizern verdient.

Legende: Video «Info-Grafik «Adresshandel»» abspielen. Laufzeit 1:38 Minuten.
Aus Kassensturz vom 09.04.2013.

Jeder gibt irgendwo einmal seine Adresse an. Sei es bei einem Wettbewerb, einer Bestellung im Versandhandel oder öffentlichen Quellen wie beispielsweise im Telefonbuch.

Diese Informationen gelangen an den Adresshändler Schober. Die Adressen und Angaben zum Geschlecht, lässt Schober bei der Post aktualisieren. Die Post verwendet dazu die Angaben von Umzugsformularen und kassiert Geld von Schober.

Den kompletten, aktualisierten Datensatz verkauft Schober an Moneyhouse. Diese prüft nicht, ob die Angaben gesperrt oder falsch sind. Moneyhouse stellt die Angaben ins Internet und macht ein Geschäft damit.

Das Problem

Die Personen, die Ihre Daten ursprünglich der Post, bei Gewinnspielen oder im Versandhandel angegeben haben, haben nie explizit einer Veröffentlichung im Internet zugestimmt. Weder die Post, Schober noch Moneyhouse übernehmen dafür die Verantwortung.

Schober hat die Zusammenarbeit mit Moneyhouse mittlerweile beendet, die Daten sind allerdings immer noch im Netz.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Steiner, Zürich
    Alle rufen Skandal, aber bis jetzt könnte mir noch niemand sagen, in welcher hinsicht dieser Datenhandel jemanden geschadet hat. Unglaublich dieser Aufschrei...Die positiven aspekte geht dabei verloren. Der Adressenhandel gibt vorallem kleineren Unternehmen die möglichkeit, zielgerichtet und mit tiefen kosten werbung zu machen. Ich habe lieber einen Brief im Kasten, als das die ganzen Strassen mit Plakten zugemült werden und noch mehr Werbung über die Kisten flimert (Streuwerbung!).
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    1. Antwort von D.Novi, Zürich
      ..Falsch Michael Steiner, Wenn Sie das wollen, ist das schön für Sie. Wir wollen dies nicht! Können/wollen Sie dies akzeptieren? Danke im Voraus
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    2. Antwort von Emil Dubach, Zürich
      @MichaelSteiner. Jeder kann Sie völlig zu Unrecht betreiben. Sie können zwar Rechtsvorschlag erheben; aber die Betreibung bleibt gespeichert + Sie bleiben öffentlich (von Moneyhouse) an den Pranger gestellt. Eine Gerichtsverhandlung müssten Sie anstossen; das dauert Jahre + kostet Geld + Nerven. Vielleicht sind Sie erfolgreich, wenn es gerecht zugeht; aber auch das ist nutzlos: Ihre Reputation ist kaputt. Hat Ihnen das tatsächlich noch niemand gesagt, und was die Schaden-Folgen sind?!
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  • Kommentar von René Hochstrasser, Kettberg 3, 8049 Zürich
    Fatal ist das Monneyhouse eine Eigenauskunft anbietet, so kann jeder seine Eigenen Daten ansehe die publiziert werden. Allerdings verlangt Monneyhouse eine Kopie eines Personalausweises um die Person zu prüfen. Es gibt wohl keine wichtigere Identifikation für Personen als die Passnummer oder ID Nummer. Siese Nummer dürfte Monneyhouse auf legalem Weg gar nicht besitzen. Wer also so eine Eigenabfrage machen möchte, gibt der Firma somit den einzig "echten" Key zu seiner Personen bekannt.
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  • Kommentar von K. Räschter, Schweiz
    Die allergrösste Frechheit ist, dass der Monopolist und Staatsbetrieb POST einfach Adressdaten von Leuten an solch dubiose Firmen wie Schober und Moneyhouse weitergibt. Dazu kommt noch, dass unser Datenschützer sich so aufgebauscht hat wegen Streetview von Google; hier aber überhaupt nichts unternehmen will. Ich denke, dass die Weitergabe von privaten Daten gerade durch die Post verboten gehörte und dies durch den Datenschützer unterbunden werden müsste.
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