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Multimedia Spammails: Auch «nur lesen» ist heikel

Wer Spammails nicht einfach löscht, sondern anklickt und liest, gefährdet theoretisch seinen Computer. Das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» zeigt, wie Sie sich Mails sicher anzeigen lassen.

Legende: Audio Nur schon lesen von Spammails ist heikel abspielen. Laufzeit 04:35 Minuten.
04:35 min, aus Espresso vom 22.05.2015.

Dass bei Spammails die Anhänge auf keinen Fall geöffnet werden sollten, ist weitherum bekannt. Die Dateien könnten schädliche Programme enthalten und den Computer lahmlegen oder anderweitig Schaden anrichten.

Dennoch gibt es viele, die sich einen Spass daraus machen, diese Mails einfach nur zu lesen, denn mal ehrlich, das holprige Deutsch oder die absurden Geschichten von angeblichen Millionenerbschaften haben manchmal durchaus Unterhaltungswert.

Was wohl aber so manch einer nicht weiss: Selbst das blosse Lesen von solchen Nachrichten, kann heikel sein. «Theoretisch ist es möglich, dass eine Mail den Computer infiziert, auch wenn man nichts darin anklickt», sagt SRF-Digitalexperte Jürg Tschirren.

Mails nur als Text anzeigen lassen

Damit es zu einer Gefährdung des Computers kommt, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. Wer seine Mails über einen Webdienst anschaut (beispielsweise gmx.ch oder gmail.com), ist in der Regel sicher. Die Gefahr besteht bei Mailprogrammen wie Outlook oder Thunderbird – aber auch dort nur, wenn die Mails in der sogenannten HTML-Darstellung angezeigt werden.

Diese macht es möglich, dass vom Benutzer unbemerkt Schadprogramme auf dem Computer installiert werden können. Die HTML-Darstellung lässt sich jedoch bei den meisten E-Mail-Programm sehr einfach ausschalten.

Und so geht's:

Unter den Darstellungsoptionen die Einstellung «nur Text» (oder ähnlich) wählen. Im Spam-Ordner, wo Mails von unbekannten Absendern meistens landen, ist diese Darstellungsart in der Regel sowieso schon voreingestellt.

Ausserdem gilt auch hier: Virenschutz, Betriebssystem und sämtliche Programme sollten immer aktualisiert und damit auf dem neuesten Stand gehalten werden. «Denn Schadprogramme nutzen immer Sicherheitslücken», sagt Jürg Tschirren.

Mit regelmässigen Updates würden diese Lücken geschlossen. «Insgesamt», meint der Digital-Experte, «sollte die Gefahr durch blosses Lesen von E-Mails nicht dramatisiert werden». Wer die genannten Tipps beachtet, kann also getrost weiter über die dilettantischen Betrugsversuche schmunzeln.

2 Kommentare

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