Paranormalen-Test 5: Das Medium

Jenseitskontakte, Hellseherei, Löffelbiegen. Viele Personen werben mit übersinnlichen Fähigkeiten. Erstmals stellen sich sieben von ihnen in der neuen «Kassensturz»-Serie einer Jury, die über jeden Zweifel erhaben ist. Wer den Test besteht, gewinnt 10‘000 Franken. Fünfter Teil: Das Medium.

Die Kandidatin:

Pamina Fuchs bietet mediale Beratung, Aura-Reading und Jenseitskontakte an. Sie verlangt 120 Franken für eine Sitzung. Als Medium und Heilerin spüre sie Geistwesen und Energien in der Natur. Zum Beispiel: «Ich habe ja sehr hoch sensitive Fähigkeiten. Ich habe herausgefunden, dass sich mein Körper anders anfühlt wenn ich Bio-Produkte esse als herkömmliche», sagt sie.

Der Test:

Im Hörsaal des Universitätsspitals Zürich holt sich der Zauber-Experte Christoph Borer Unterstützung von weiteren Kollegen: Rainer Bunge, Technologie-Professor und Peter Brugger, Neuropsychologe und Spezialist für Paranormales. In einer von zehn Flaschen ist Bio-Orangensaft. Pamina Fuchs will erfühlen in welcher. Mindestens siebenmal muss sie den Bio-Saft herausfinden. 13 Versuche hat sie. Das wäre eine Trefferquote, die den Zufall ausschliesst. Es ist ein Blindtest. Auch die Experten wissen nicht, in welcher Flasche «bio» ist.

Das Resultat:

Pamina Fuchs spürt bei einer Flasche einen minimen Unterschied. Versuch Nummer 1: Falsch. Und dann passiert es: Der zweite Versuch ist ein Treffer! Versuch Nummer drei: Wieder eine Niete. Wir steigen auf Mehl um. Nur in einem der Säcke ist «Bio»-Mehl drin. Ein weiterer Versuch Nr. 4: Auch Falsch. Pamina Fuchs gibt auf. «Mein Ego sagt ja, das ist der komplette Niederschlag. Mein Herz sagt, ich weiss, dass es geht, ich habe in diesem Raum her habe ich dies nicht fokussiert genau», meint sie dazu. Der Hörsaal der pathologischen Abteilung sei zu belebt - mit zu vielen Geistern. Auch Studenten, die hier waren, spüre sie noch.