Hochjagd in Graubünden, Hochbetrieb beim Hirsch-Import

Graubünden bläst zur Hochjagd, Wirte schreiben «Wild auf Wild» auf Werbetafeln, Grossverteiler verkaufen Hirschpfeffer in der Kunststoffschale. Und auch «Espresso» startet in die Wild-Saison – mit dem «Kafisatz».

Kafisatz-Logo mit Zweizeiler. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zum Auftakt der Bündner Jagdsaison. SRF

Zum Start der Hochwildjagd

Diese Woche startet offiziell die Jagdsaison im Bündnerland. Und wie jedes Jahr wird auch 2015 das Wild auf dem Teller meist nicht aus der Schweiz sein. Warum ist das so? «Espresso» ging letztes Jahr dieser Frage nach:

Pro Kopf wird in der Schweiz jährlich etwa ein halbes Kilo Wildfleisch gegessen. 2013 waren es insgesamt 4400 Tonnen. Gerade mal ein Drittel davon stammte aus der Schweiz.

Der Rest (mehr als 3000 Tonnen) war Importfleisch, das insbesondere aus Neuseeland, Österreich oder Slowenien stammte.

Jäger behalten Fleisch für sich

Besonders gross ist die Nachfrage nach Wildfleisch hierzulande während der Jagdsaison. Peter Schneider von Proviande, der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, erklärt: «Die Wildsaison in der Schweiz ist extrem kurz. Eigentlich konzentriert sich der Wildkonsum ausschliesslich auf den Oktober – in dieser Zeit ist es unmöglich, die Nachfrage nach Wild mit Schweizer Fleisch zu decken.»

Man könnte auch sagen: In der Schweiz wollen die Konsumentinnen und Konsumenten in zu kurzer Zeit zu viel Wild essen. Mehr

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