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500 Franken teurer: SBB offeriert miese Preise für Auslandsreise
Aus Kassensturz vom 26.05.2015.
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Umwelt und Verkehr 500 Franken teurer: SBB offeriert miesen Preis für Auslandsreise

Eine Aargauer Reisegruppe lässt sich am SBB-Schalter eine Offerte ausstellen. Die Billette nach Wien kosten über 1800 Franken. Ein mieser Preis. Denn: Das gleiche Billett für den gleichen Zug kostet bei den Österreichischen Bundesbahnen einen Drittel weniger.

«500 Franken weniger, das ist ein enormer Unterschied», sagt Adriaan Welleman aus Wohlen (AG).

Was ist passiert? Der Rentner liess sich am Schalter am Bahnhof Wohlen eine Reise nach Wien offerieren. Für eine Gruppe von sechs Personen: Wohlen-Wien retour, 1. Klasse. «Ich ging zum Schalter, weil ein Billett für eine Gruppe von sechs Personen übers Internet nicht buchbar ist», sagt Welleman.

Die SBB verlangt für diese Reise inklusive Platzreservierung und Bearbeitungsgebühr 1871 Franken. Auf der Internetseite der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) findet der Rentner dieselbe Verbindung, die ihm die SBB offeriert: gleicher Tag, gleiche Zeit, gleicher Zug.

SBB rund 40 Prozent teurer

Er stellt fest: Eine Gruppenreise für sechs Personen ist hier online buchbar, anders als bei der SBB. Aber nicht nur dies: Adriaan Wellemann stellt auch grosse Preis-Unterschiede bei Billett und Platzreservierung fest: Die ÖBB offeriert die Gruppenreise nach Wien für total 1320 Franken. Exakt 551 weniger.

Adriaan Welleman fühlt sich von der SBB über den Tisch gezogen: «Ich hätte doch gerne von den SBB, dass man mir auch die billigere Variante angibt.»

SBB gab ÖBB-Aktionen nicht weiter

Die SBB sagt, ihr seien die Hände gebunden. Sie verrechne den Kunden die Tarife, die sie von den ÖBB erhalte. Die Österreichische Bahn biete zusätzliche Spar-Angebote an, auf die die SBB nicht zugreifen könne.

Screenshot
Legende: Auf der Webseite der ÖBB können Gruppentickets gebucht werden. SRF

Immerhin: Mit anderen Bahngesellschaften, mit der Deutschen, der Französischen und der Italienischen Bahn habe die SBB die Billettpreise harmonisiert.

«Kassensturz» machte Dutzende Stichproben und verglich Billettpreise. Tatsächlich: Bahnkunden bezahlen bei der Deutschen und Französischen Bahn in etwa gleich viel wie bei der SBB.

Das ist erfreulich. Dennoch, ein Unterschied bleibt: Die SBB kann für Züge nur eine bestimmte Anzahl Billette anbieten. Sind diese ausverkauft, lohnt es sich, bei den ausländischen Bahngesellschaften nachzufragen. Denn diese haben oftmals noch freie Bahnbillette.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Christener , Schöfflisdorf
    ... und kann mir jetzt noch jemand sagen, was das an dieser Story interessant sein soll ? Es dürfte eigentlich allen klar sein, dass ein Unterhändler mehr verlangt als der Originalanbieter. Seit dem es die ÖBB Seite im Internet gibt kaufe ich dort die Fahrkarten weil es eben ein Preisunterschied gibt. Die Internetseite kennt auch Zürich und andere Destinationen als Abfahrtsort.
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  • Kommentar von Markus Schaub , Bern
    Wenn ich nach München fahre, kaufe ich meine Fahrkarte STETS im Badischen Bahnhof zu Basel. Wenn ich die Reise auf dem Gebiet der DB in Bern kaufe, kommt es mich viel teurer, obwohl ich für die Schweizer Strecke das GA habe. Mir kommt es vor als würde mir trotz GA auch die Schweizer Strecke nochmals verrechnet. Deshalb kaufe ich die Billette für Auslandsstrecken immer bei der ausländischen Bahngesellschaft. Das gleiche mit den Postporti. In Weil bezahle ich für ein Paket nach D 4.10 E/hier 25.-
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  • Kommentar von Pankraz Mai , SG
    Die SBB scheint sich immer wieder selbst im Weg zu stehen. Sie disqualifiziert sich einmal mehr selbst.
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