Zum Inhalt springen

Umwelt und Verkehr Absurde Gepäckregelung der Bahn gibt zu reden

Während Kickboards gratis mitfahren, müssen SBB-Kunden für Trottinetts ein Velobillett lösen. Der Verein Pro Bahn Schweiz kritisiert die absurde Regelung und fordert die SBB auf, mehr Gepäckwagen zur Verfügung zu stellen.

Legende: Audio Absurde Gepäckregelung der Bahn gibt zu reden abspielen. Laufzeit 2:21 Minuten.
2:21 min, aus Espresso vom 07.11.2014.

Die Gepäckregelung der SBB ist verwirrend und inkonsequent. Während Kickboards gratis mitreisen, muss der Bahnkunde für Trottinetts ein Veloticket bezahlen. Selbst wenn das Trottinett zusammenlegbar ist und unter dem Sitz verstaut werden kann.

«Keine unnötige Bürokratie»

Aufgrund der Berichterstattung von «Espresso», dem Konsumentenmagazin auf Radio SRF1, fordert der Verein Pro Bahn Schweiz die SBB auf, diese inkonsequente Regelung zu überdenken. Es sei unverständlich, dass für das Trottinett eine Gebühr entrichtet werden muss, für Kickboards hingegen nicht.

Und Bruno Eberle, Vizepräsident von Pro Bahn Schweiz, fügt an: «Wenn man bedenkt, wie viele und vor allem grosse Koffer die Leute oft mitschleppen, ist es lächerlich, wenn man für ein Trottinett Geld verlangt.»

Zuwenig Gepäckwagen

In diesem Zusammenhang kritisiert Pro Bahn Schweiz auch die schleichende Abschaffung der Gepäckwagen, insbesondere in den Fernverkehrszügen. «Die guten, alten Gepäckwagen werden von der SBB je länger desto weniger eingesetzt», so Pro Bahn Schweiz. Man frage sich, ob diese schrittweise Abschaffung die richtige Lösung sei. Gerade auf Fernverkehrszügen seien die Gänge oft mit Gepäck regelrecht verstopft.

Regelung wird überprüft

Auf Anfrage von «Espresso» schreibt der Verband Öffentlicher Verkehr, man werde die aktuellen Regelungen überprüfen, Entscheide seien bisher noch keine gefallen.

Zum Vorwurf der fehlenden Gepäckwagen nimmt die SBB folgendermassen Stellung: Die Gepäcknischen und Gepäckzonen hätten den Vorteil, dass sie regelmässig über den ganzen Zug verteilt seien. «Müssten alle Reisenden ihre grossen Gepäckstücke in einen Gepäckwagen am Anfang oder Schluss des Zuges bringen, wäre das alles andere als kundenfreundlich.»

14 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Teilen Sie Ihre Meinung... anwählen um einen Kommentar zu schreiben

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

Bitte beachten Sie unsere Netiquette verfügbar sind noch 500 Zeichen

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Antonio, Zug
    Wieso hat man Flughafenbahnhöfe für viel Geld gebaut? WEil die Leute ohne Gepäck in die Ferien fahren? Die Gepäcklimite bei den Flügen ist 20 - 23 - 30 kg in Eco. Also gibt es gar nichts anderes als die abzustellen...... Bei Aufgabe bei der SBB - Kosten Fr. 20.-- werden die Gepäckstücke per Camion zum Flughafen transportiert - ist also umweltfreundlicher diese im Zug mitzunehmen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von godi zbinden, thun
    Gebühr auf alles einführen, was nicht auf die gepäckablage über den sitzen passt. Anders als übers portemonnaie lassen sich die menschen leider nicht erziehen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von anneli aebersold, riggisberg
      Lieber Herr Zbinden, wer stemmt mir denn meinen Koffer in die Gepäckablage? Auch wenn dieser nur 10 kg wiegt ist er mir zu schwer und für die Gepäckablage sowieso zu gross. Die Lösung heisst: man stelle oder lege seinen Plunder auf einen freien Sitzplatz..... und bei Nachfrage, ob hier noch frei sei, behauptet man, die Freundin käme noch. Und glauben Sie nur nicht, dass ich das jetzt grad frei erfunden hätte....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Ruedi, Stäfa
      Kennen Sie die Gepäckablage der Doppelstockwagen der Zürcher S-Bahn? Da hat kaum ein Laptop platz. Abgesehen davon: ein zusammenklappbares Trottinet benötigt sehr viel weniger Platz als ein normaler Reisekoffer. Die Regelung ist absurd.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von S. Nogler, Bever
      Waren Sie schon einmal in einem SBB-Doppelstockwagen? Falls ja, würden Sie wissen, dass es dort gar keine Gepäckablage gibt bzw. diese so klein ist, dass sogar kleine Rucksäcke nicht darauf passen. Zudem wird von vielen Bahnen empfohlen, zuerst den Platz unter den Sitzen dafür zu verwenden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von J.Coppex-Allet, Mörel
      welch absurde idee...:-( die sbb soll besser genügend Gepäckplätze zur Verfügung stellen. Die Billette werden ja auch immer teurer.also!!!Wir haben dies vor einem Monat selber erlebt.. 3 Pers, mit 3 Reisekoffern die auf der Gepäckablage (dort hat ja ausser eine grössere Handtasche sowie so nichts Platz) nicht hinpassten wie auch zwischen den Sitzen wo bereits alles besetzt war und hinzu kommt noch-sehr eng. Da muss nicht noch einer kommen und mit einer Busse drohen!!!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Res Sieber, Thun
    Innovation, Kreativität, Mut zu neuen unkonventionellen Ideen. Warum nicht auf der Aussenseite abschliessbare Gepäckträger montieren. (ähnlich wie bei den alten Cabrios) Die heutigen robusten Schalenkoffer sind sowieso wasserdicht. Zugegeben, ästhetisch würde das nicht aussehen, doch Praktikabilität geht hier ganz eindeutig vor Schönheit. Also, liebe SBB, macht euch an den Zeichentisch!!! So manche verrückte Idee hat es schon geschafft.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten