Fliegen ist so sicher wie noch nie

Passagierflugzeuge waren noch nie so sicher unterwegs wie 2012. Die Zahl der schweren Unfälle ging drastisch zurück. Die Gründe sind für den Flugsicherheits-Experten Matthias Schmid klar: Fortschritte bei der Technik und der Ausbildung.

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Trotz enormem Kostendruck: Bei der Sicherheit sparen die Fluggesellschaften nicht, sagt der Flugsicherheits-Berater Matthias Schmid, der Erfahrung als Linienpilot und in der Unfall-Untersuchung hat.

Im «Espresso»-Interview sagt Schmid: «Die Kosten eines Unfalls sind immer höher als das, was eine Airline in die Sicherheit investiert.» Der wichtigste technische Fortschritt seien Datenbank- und GPS-gestützte Warnsysteme.

Laut dem Airline-Verband IATA kam es bis 30. November 2012 zu 11 tödlichen Flugunfällen, im Jahr zuvor waren es noch 22 Unfälle. Die Zahl der Todesopfer sank von 486 auf 401.

Das deutsche Unfalluntersuchungsbüro JACDEC operiert mit anderen Zahlen, kommt aber zum gleichen Schluss wie die IATA: 2012 war das sicherste Jahr in der Geschichte des zivilen Flugverkehrs.

Swiss-Zwischenfall drückt Statistik

 Die sicherste Fluggesellschaft ist laut JACDEC die Finnair. Der Vorjahres-Spitzenreiter Japan All Nippon Airways rutschte wegen mehreren Zwischenfällen auf Platz 12 ab.

Die Swiss steht auf Platz 33. Die Platzierung steht im Zusammenhang mit einem Zwischenfall im Jahr 2002. Damals streifte eine zweimotorige Swiss-Maschine bei der Landung einen Erdwall und wurde dabei schwer beschädigt.