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Glyphosat: Die Nr. 1 unter den Pestiziden soll Krebs verursachen
Aus Espresso vom 25.03.2015.
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Umwelt und Verkehr Glyphosat: Die Nr. 1 unter den Pestiziden soll Krebs verursachen

Tumorforscher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat neu als «wahrscheinlich krebserregend» ein. Umweltverbände in Deutschland, aber auch Pro Natura in der Schweiz, fordern ein Verbot. Das zuständige Bundesamt will die Ergebnisse analysieren.

Der neue Bericht der WHO sorgt bei Behörden und in der Landwirtschaft für Diskussionen: Glyphosat ist das meisteingesetzte Spritzmittel der Welt und nach Angaben der Umweltorganisation Pro Natura hat die Menge auch in der Schweiz in den letzten Jahren stark zugenommen.

Es wird seit rund 40 Jahren in der Schweiz eingesetzt. Wie das Bundesamt für Landwirtschaft auf Anfrage des Konsumentenmagazins «Espresso» von Radio SRF 1 schreibt, wurden im Jahr 2013 in der Schweiz rund 300 Tonnen Glyphosat verkauft.

Zweithöchste Gefahrenstufen

Die Internationale Agentur für Krebsforschung der WHO (IARC) hat Glyphosat neu in die zweithöchste ihrer fünf Kategorien für Krebsrisiken eingruppiert. Wie es in dem Bericht heisst, gebe es begrenzte Nachweise an Menschen und ausreichende Nachweise an Tieren für das krebserregende Potenzial.

«Wir nehmen diese Einschätzung zur Kenntnis»

Emanuel Hänggi von der Abteilung Risikobewertung im Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) sagt gegenüber «Espresso», man nehme diese gesundheitliche Einschätzung der WHO-Agentur zur Kenntnis. «Es ist momentan aber so, dass uns nur eine Kurzfassung des WHO-Berichts vorliegt. Das heisst, die Grundlagen, welche zu dieser Einschätzung geführt haben, sind zurzeit noch nicht bekannt.»

Sobald aber der vollumfängliche Bericht zur Verfügung stehe, mache man eine Überprüfung und entscheide dann, ob Handlungsbedarf bestehe. Ähnlich urteilt in Deutschland das Bundesinstitut für Risikobewertung: Aufgrund des vorliegenden Kurzberichts sei die Einstufung von Glyphosat als krebserregend schlecht nachvollziehbar. Man wolle die ausführliche Begründung abwarten und diese dann «gründlich prüfen».

«Jetzt erst recht»: Pro Natura fordert ein Verbot

Bei der Naturschutzorganisation Pro Natura fühlt man sich durch den jüngsten WHO-Bericht bestätigt und fordert einmal mehr, Glyphosat zu verbieten. «Wir plädieren für das Vorsorgeprinzip – aktiv werden, auch wenn der letzte Beweis für die Schädlichkeit eines Stoffes noch nicht vorliegt», sagt Pro Natura-Sprecher Roland Schuler. «Wir sind aber realistisch genug, dass ein Verbot nicht von heute auf morgen umsetzbar ist.»

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41 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Bewusste, fahrlässige Körperverletzung und Tötung im Endeffekt an der Schweizer Bevölkerung, all der - von den Volks-Steuergeldern entlöhnten - zuständigen Verantwortlichen: BLW, BLV, BAG, BAFU, Schweizer Bauernverband, Bundesrat, ParlamentarierInnen, Politik!! Wann handeln die - ebenfalls von den Volks-Steuergeldern entlöhnten - zuständigen Ämter/Behörden (Justiz), gegen diesen Tatbestand??
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Wo sind sie denn, die vielen teuren Krebsverantwortlichen, Krebsliga, Krebsforschung, Ärzteschaft, BAG, etc? Man hört gar nichts auf diese misswirtschaftende CH Chemie-Landwirtschaft, welche weltweit Nr.1 im Chemieverbrauch ist und die Gesundheit von Natur, Tier und Mensch verantwortungslos missachtet aus reiner Profitgier und zu Gunsten der mächtigen, zerstörenden Pharmalobby??
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    CH Bauernverband und weitere gewissenlose Bauern-Verbände, die diversen, teuren Bundesämter: BLW, BAG, BVET, BAFU, kümmern sich auch nicht, um eine verantwortungsvolle, nachhaltig öko-logische LW, welche sich um die Gesundheit von Natur, Tier, und Mensch kümmert!! Volks-Steuergerld-Verschwendung- und Missbrauch!! Der grosse Teil der CH LW, miss-wirtschaftet "nicht" nachhaltig öko-logisch, dafür mit viel Chemie, Hormonen, Monster-Traktoren- und Landmaschinen, zerstören und vergiften das Land!
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