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Keine Endstation für Plastikfolien und Joghurtbecher
Aus Espresso vom 23.09.2014.
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Umwelt und Verkehr Keine Endstation für Plastikfolien und Joghurtbecher

Beim Recycling sind Schweizerinnen und Schweizer im internationalen Vergleich spitze. Beim Kunststoff-Recycling allerdings könnte die Schweiz noch zulegen. Im Thurgau läuft ein Pilotprojekt, bei dem Konsumenten Plastikfolien, -flaschen und Joghurtbecher ins Recycling geben können.

«Bei unserer Entsorgungsstelle für Plastikflaschen in Eschlikon warfen die Leute immer öfter auch Verpackungsmaterial aus Plastik in die Behälter», sagt Markus Tonner von der Inno Recycling. Die Firma habe darauf reagiert, nun könne man auch Plastikfolien abgeben. Konsumentinnen und Konsumenten kaufen dafür einen speziellen Abfallsack.

Das Recycling von Kunststoffabfällen soll sich finanziell und ökologisch lohnen. 80 Prozent aller Plastikabfälle werden in der Schweiz verbrannt. Dabei könnte man solche Abfälle wiederverwerten: «Wir recyclen Joghurtbecher, Eierverpackungen aus Plastik, Plastikfolien, Plastiktaschen, Verpackung für Fleisch und Käse», sagt der Geschäftsleiter der Inno Recycling in Eschlikon, Markus Tonner.

Aus alt mach neu

Für das Wiederverwerten zuständig ist die Inno Plastic. Der Geschäftsleiter Martin Model: «Wir sortieren die Kunststoffabfälle in unserer Anlage, zermahlen alles zu feinem Granulat und machen daraus neue Rohre, Folien oder Spritzgussartikel.» Pro Kilogramm Plastik, das rezykliert statt verbrannt wird, gelangen über zwei Kilogramm weniger schädliches Kohlenstoffdioxid in die Umwelt.

Beim Pilotprojekt im Hinterthurgau machen bis jetzt sieben Gemeinden mit. Ziel der Firma Inno Reycling ist ein schweizweites System. Im Moment arbeitet sie ein Informationskonzept dazu aus.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Henriette Rub , Thun
    Abdeckung Schweiz weit wäre toll. Der Thuner Werkhof entsorgt ja Vieles, leider kein Plastik als Folien - Taschen - Verpackungen mit Verletzungsgefahr etc.
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  • Kommentar von Pia Schläpfer-Lussi , 4853 Riken
    http://www.zimmerli-ag.ch/entsorgung/index.html Privater Anbieter in Aarwangen (Langenthal), Plastikfolie und Kunststoffe (Plastik hart) separat sammeln und gratis entsorgen! Und noch vieles mehr ... Leider keine Annahme von Getränkekartons.
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  • Kommentar von Tobias Badner , Rheinfelden
    International Spitze? In Deutschland kann man Kunststoffe seit über 20 Jahren im "Gelben Sack" oder in der "Gelben Tonne" entsorgen.
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    1. Antwort von Tom Rosen , Erlenbach
      Die Frage ist, was nach der Sammlung damit geschieht. Tief in die Recyclingbranche involviert, und zwar in diversen Projekten europaweit, kann ich ihnen sagen: orientieren sie sich nicht an D oder anderen EU-Staaten. Die Bürger fleissig fürs gute Gefühl und die politische Rhetorik sammeln lassen und dann aufgrund völlig unterdimensionierer und teilweise veralteter sowie defekter Reyclinganlagen doch wieder alle auf Deponien und KVA gemischt zu entsorgen, das ist EU-Praxis.