Keine Endstation für Plastikfolien und Joghurtbecher

Beim Recycling sind Schweizerinnen und Schweizer im internationalen Vergleich spitze. Beim Kunststoff-Recycling allerdings könnte die Schweiz noch zulegen. Im Thurgau läuft ein Pilotprojekt, bei dem Konsumenten Plastikfolien, -flaschen und Joghurtbecher ins Recycling geben können.

«Bei unserer Entsorgungsstelle für Plastikflaschen in Eschlikon warfen die Leute immer öfter auch Verpackungsmaterial aus Plastik in die Behälter», sagt Markus Tonner von der Inno Recycling. Die Firma habe darauf reagiert, nun könne man auch Plastikfolien abgeben. Konsumentinnen und Konsumenten kaufen dafür einen speziellen Abfallsack.

Das Recycling von Kunststoffabfällen soll sich finanziell und ökologisch lohnen. 80 Prozent aller Plastikabfälle werden in der Schweiz verbrannt. Dabei könnte man solche Abfälle wiederverwerten: «Wir recyclen Joghurtbecher, Eierverpackungen aus Plastik, Plastikfolien, Plastiktaschen, Verpackung für Fleisch und Käse», sagt der Geschäftsleiter der Inno Recycling in Eschlikon, Markus Tonner.

Aus alt mach neu

Für das Wiederverwerten zuständig ist die Inno Plastic. Der Geschäftsleiter Martin Model: «Wir sortieren die Kunststoffabfälle in unserer Anlage, zermahlen alles zu feinem Granulat und machen daraus neue Rohre, Folien oder Spritzgussartikel.» Pro Kilogramm Plastik, das rezykliert statt verbrannt wird, gelangen über zwei Kilogramm weniger schädliches Kohlenstoffdioxid in die Umwelt.

Beim Pilotprojekt im Hinterthurgau machen bis jetzt sieben Gemeinden mit. Ziel der Firma Inno Reycling ist ein schweizweites System. Im Moment arbeitet sie ein Informationskonzept dazu aus.