Kopfschütteln über Vignetten-Aktion bei Media Markt

Autobahnvignette für 30 Franken statt für 40 Franken: Media Markt hat gestern gross die Werbetrommel gerührt für die Aktion. Doch schon nach wenigen Stunden musste die Zollbehörde eingreifen und auf der Redaktion von «Kassensturz» und «Espresso» meldeten sich viele verärgerte Kunden.

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Bildlegende: Das Angebot von Media Markt. zvg

Der Elektronik-Discounter hat gestern die Autobahnvignette 2014 für knapp 30 statt für 40 Franken verkauft.

Die Aktion hat die eidgenössische Zollverwaltung auf den Plan gerufen. Bereits am Mittag wurde der Verkauf untersagt. Der Grund: Die Vignette darf erst ab dem 1. Dezember verkauft werden.

Verkauf unter Preis grundsätzlich erlaubt

Grundsätzlich wäre eine solche Aktion jedoch erlaubt, erklärt Attila Lardori von der eidgenössischen Zollverwaltung im Konsumentenmagazin «Espresso» von: «Es gibt offizielle Verkaufsstellen wie die Post oder Strassenverkehrsämter. Diese müssen für die Vignette 40 Franken verlangen. Kauft jemand dort die Vignetten ein, darf er sie jedoch weiterverkaufen.»

Media Markt wollte offensichtlich mit der Aktion Käufer in die Läden locken. Der Verlust durch die billige Vignette sollten die Käufer durch weitere Einkäufe wettmachen. Dies wurde spätestens dann klar, als verschiedene «Espresso»-Hörer die Vignette im Online-Shop von Media Markt bestellen wollten.

Online-Bestellung teurer als offizieller Preis

Michael Hübner aus Neuenegg (BE): «Zu den 29 Franken und 95 Rappen kamen in der Endabrechnung 10 Franken Versandkosten und 80 Rappen Kreditkartenkommission. Im Endeffekt also 40 Franken und 75 Rappen - Das ist natürlich ein Witz.» Bei einer Online-Bestellung wären die Versandkosten erst bei einem Gesamtbestellwert von 50 Franken weggefallen.