Korkzapfen sind rar und sollten rezykliert werden

Wer eine Flasche Prosecco entkorkt, denkt wohl nicht zuerst an Näfels im Glarnerland. Doch hier landet mancher Korkzapfen gleich zweimal in seiner Karriere: Im neuen Zustand für die Veredelung, im gebrauchten Zustand fürs Recycling.

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Bildlegende: Kork ist ein wertvoller Rohstoff. Keystone

Die Firma Schlittler betreibt die einzige Korkmühle der Schweiz. Alle Korkzapfen, die bei einer Schweizer Sammelstelle abgegeben werden, kommen nach Näfels.

Hier werden sie zerhackt und zu Korkschrot vermahlen. Dieses kommt bei der Produktion von Korkplatten, Isolationen oder Fussbetten zum Einsatz.

Nur 4 Prozent werden rezykliert

Bei der Zapfensammlung kommen jährlich etwa 15 Tonnen Kork zusammen, Tendenz steigend. Damit erlebt die alte Korkmühle einen zweiten Frühling. Ausserdem muss die Firma Schlittler im Gegensatz zu früher keine Korkabfälle mehr importieren, um Korkschrot herzustellen.

Das Recycling-Potential ist allerdings längst nicht ausgeschöpft: In der Schweiz werden jährlich über 150 Millionen Korkzapfen aus Flaschen gezogen, das sind 400 Tonnen Kork.