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Umwelt und Verkehr Poststelle: Bitte ohne Gummibärchen und Lotterielose

«Espresso»-Hörer haben es satt, sich bei Abgabe von Brief oder Päckli in Poststellen durch zahlreiche andere Artikel kämpfen zu müssen. Weg vom Gemischtwarenladen zur schnörkellosen Poststelle, dieser Konsumentenwunsch landete bei unserer Abstimmung auf Rang 3.

POSTSTELLE
Legende: Neben Grusskarten gibt es bei der Post auch Hörgeräte. Keystone

15 Prozent unserer Hörer wünschten sich im Rahmen der Aktion «Da mues öppis gaa!» eine Poststelle ganz ohne Schnickschnack. Doch ist die Post bereit, ihr Angebot zu überdenken?

Post-Sprecher Bernhard Bürkis Aussagen lassen dies nicht vermuten. Denn die sogenannten Drittprodukte bringen der Post fast 500 Millionen Franken Umsatz jährlich ein, erklärt er gegenüber der SRF-Konsumentensendung «Espresso».

Andere Länder, andere Poststellen

Blickt man über den helvetischen Tellerrand hinaus, dann stellt man fest: Die Schweizer Post macht das, was andere schon längst tun.

«Hier in Schweden haben wir gar keine eigentlichen Poststellen», erklärt SRF-Korrespondent Bruno Kaufmann. «Briefe und Päckli können hier direkt in Lebensmittelläden oder an anderen Stellen aufgegeben werden.» Durch die Privatisierung der Post sei der Service besser geworden, allerdings bekäme man drei bis vier Mal pro Tag Post von den verschiedenen Anbietern und das System sei kompliziert zu verstehen, so Kaufmann.

Nähmaschinen in Indien

Karin Wenger, Südasien-Korrespondentin von SRF berichtet von einem Post-Kuriosum in Indien. Hier habe es auf der Poststelle jeweils einen Mitarbeiter, der die Päckli per Nähmaschine in ein Tuch einnähe, erst dann würden die Sendungen verschickt.

Ein Service, von dem die Kunden in Afrika nur träumen können. «Hier fährt man zum Teil stundenlang, bis man überhaupt eine Poststelle findet», berichtet SRF-Korrespondent Patrik Wülser. Und dann gehe es lange, sehr lange, bis die Sendungen ausgeliefert werden. «Adventskalender aus der Schweiz kommen jeweils im Juni oder Juli an.»

Der Pöstler holt‘s und bringt‘s

Einfacher haben es die Amerikanerinnen und Amerikaner, erzählt SRF-Korrespondentin Priscilla Imboden. Sie müsse einfach an ihrem Haus-Briefkasten ein Fähnchen aufstellen und schon weiss der Pöstler: Hier muss ich nicht nur ausliefern, hier kann ich auch gleich einen Brief mitnehmen.

«Da mues öppis gaa!»

«Da mues öppis gaa!»

Die dringendsten Konsumen- tenwünsche für das 2014. 1692 «Espresso» Hörer haben einem der fünf Top-Vorschläge ihre Stimme gegeben. Hier finden Sie die Resultate.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Margrith bachmann, 6023 Rothenburg
    ich habe mehr als 3o Jahre bei der Post gearbeitet zuletzt Leitung einer kleineren Poststelle und die Post als Arbeitgeber stets als sehr fair und grosszügig empfunden ( Halbtax ABO usw. ) Klar werden die Anforderungen vorallem im Bereich Verkauf immer grösser , aber Hand aufs Herz , wo ist das nicht so ? Zum einen fallen ja die eigentlichen Kerngeschäfte Briefe , Pakete Einzahlungen immer mehr weg und da ist es wohl vorgegeben ,nach Lücken zu suchen um das vorgegebene Budget Bund einzuh.
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  • Kommentar von Felix Rothenbühler, 3127 Mühlethurnen
    Die Post soll bitte zur Kenntnis nehmen, dass ein Laden mit Post nicht dasselbe ist wie eine Post mit Laden. Für Läden mit integrierter Post kann ich mich durchaus begeistern. Bei den Öffnungszeiten vieler Poststellen sehe ich hingegen keinen Grund und oft auch keine Möglichkeit, diese für mehr zu berücksichtigen als gerade mal das Unumgänglichste. Perfekt wären Läden an Bahnhöfen, die neben ihrem eigentlichen Sortiment auch Post/Bank und Billetts anbieten und gerne auch gleich Gemeindedienste.
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  • Kommentar von Pascal Gienger, Winterthur
    Das Beispiel für Afrika ist etwas sehr negativ. Afrika ist ein riesiger Kontinent mit vielen unterschiedlicher Ländern und Kulturen. Ein Paket welches in Dakar für mich aufgegeben wurde (bei La Poste Senegal) kam fünf Tage später mit Zollabfertigung in Winterthur an. Die Rückrichtung dauerte als A-Post ca eine Woche. Der Empfänger in Dakar bekam eine SMS und er konnte dann das Paket abholen.
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