Vereiste Autoscheiben: Achtung, Busse droht

Der TCS hat 10 verschiedene Eiskratzer-Modelle einem Praxistest unterzogen. Dabei zeigen sich grosse Unterschiede. Mit einem guten Schaber sind die Scheiben viel schneller eisfrei. Das hilft auch Bussen vermeiden.

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Bildlegende: Eiskratzer

Ein Modell erwies sich im Test als schlicht untauglich. Die viel zu weiche Klinge bringt das Eis kaum weg.  Da kann man auch gleich mit der Kreditkarte kratzen. Ein anderer Kratzer brach gleich drei Mal.

Beide erreichen im Test nur zwei von fünf Sternen. Drei Kratzer überzeugten mit 4 von 5 möglichen Sternen. Die Anschaffung eines guten Kratzers spart spart morgens in der Kälte aber nicht nur Nerven, sondern allenfalls auch eine Busse.

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Im eigenen Interesse sollten Autofahrer immer alle vereisten Autoscheiben frei kratzen. Denn nur wer rundum eine gute Sicht hat, gefährdet sich und andere nicht. Wer nur mit einem Guckloch fährt, riskiert bei einer Polizei-Kontrolle eine Busse.

Ausweis-Entzug von mehreren Monaten

Zwingend eisfrei müssen sowohl die Frontscheibe wie auch die vorderen beiden Seitenscheiben sein. Aber auch die Seitenspiegel müssen klare Sicht nach hinten ermöglichen. Sonst kann die Polizei eine Busse aussprechen.

 In besonders schweren Fällen droht auch ein Ausweis-Entzug von bis zu 3 Monaten, wie das Bundesgericht in einem Urteil festhält.

Kratzer im Glas durch Dreck auf Scheibe

Eis-Schaber können das Glas nicht beschädigen oder verkratzen. Selbst solche mit Messing-Klingen nicht, da Messing weicher ist als Glas. Aufpassen muss man aber bei dreckigen Scheiben.

«Der Dreck kommt beim Kratzen unter den Schaber und wirkt wie Schmirgelpapier. Das kann die Scheibe dann zerkratzen», sagt Toni Keller vom TCS. Man sollte die Scheiben im Winter also möglichst sauber halten.