VW-Affäre – kaum Auswirkungen im Occasionshandel

Amag, der Schweizer Importeur von VW, hat einen Verkaufsstopp für Neuwagen mit belasteten Motoren beschlossen. Doch wen betrifft es jetzt genau? Was müssen Betroffene tun? Und was bedeutet das alles für den Occasionshandel? «Espresso» hat nachgefragt.

Grosses Aufatmen bei allen VW-, Audi-, Seat- und Skoda-Besitzern. Das Bundesamt für Strassen Astra hat zwar entschiede, dass solche Neuwagen nicht mehr verkauft werden dürfen, für Occasionen gilt dies aber nicht.

Christoph Aebi von der Occasions-Plattform autoscout24.ch bleibt gelassen. Wie er gegenüber «Espresso», dem Konsumentenmagazin von Radio SRF 1 erklärt, sei nach wie vor ja nicht bekannt, welche Fahrzeuge genau betroffen sind. Und: «Zurzeit stellen wir keinen Rückgang bei unseren Suchanfragen zu VW-Fahrzeugen fest und auch die Preise sind nicht in den Keller gefallen.»

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Er empfiehlt, Ruhe zu bewahren, bis genaueres bekannt ist und Fahrzeughalter definitiv wissen, ob sie betroffen sind oder nicht.

Livio Piatti von der Amag bestätigt gegenüber «Espresso», dass man dabei sei, die entsprechenden Fahrzeuge zu eruieren, anschliessend würden die Kunden angeschrieben. Die Identifikation erfolgt mittels Fahrgestell- und Motorennummer. Diese Nummer als Fahrzeughalter zu finden ist kaum möglich. Zwar ist die Motorennummer im Motorblock eingestanzt, jedoch ist sie nur schwer oder gar nicht sichtbar.

Was passiert, wenn ich betroffen bin?

Für bereits in Verkehr gesetzte Fahrzeuge hat es keine grossen Konsequenzen. Sie dürfen weiterhin fahren. Ihr Auto muss lediglich in nächster Zeit für ein paar Tage in die Garage, um umgerüstet zu werden. Das Verkaufsverbot gilt nicht für Occasionen, sie können also ohne Probleme weiterverkauft werden.

Unbekannt ist zurzeit, welche Auswirkungen die Umrüstung auf Verbrauch, Leistung und Fahrverhalten haben wird.