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Legende: Garagisten wissen: Häufig gehandelte Autos sind wertstabiler. SRF
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Umwelt und Verkehr Wie Autos enorm an Wert verlieren

Ein VW Polo hat nach fünf Jahren im Schnitt noch 44 Prozent seines Wertes, bei einem Alfa Romeo 159 sind es nur noch 25 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Schweizer Occasionsmarktes im Auftrag von «Kassensturz».

Bezüglich Neuwagen gibt es einen alten Spruch: «Fährt man mit dem neuen Auto vom Hof des Händlers, ist es bereits nur noch die Hälfte wert.» Ganz so schlimm ist es nicht. Trotzdem: Der Wertzerfall eines Autos ist enorm.

«Ein Neuwagen verliert im ersten Jahr bis zu einem Viertel seines Wertes. Danach flacht die Kurve immer mehr ab», sagt Christoph Aebi, Direktor von AutoScout24, der grössten Schweizer Handelsplattform für Occasionen.

Ein Beispiel: Ein VW Polo, der vor fünf Jahren 26‘000 Franken kostete, wird heute auf dem Occasionsmarkt im Schnitt zu 11'500 Franken angeboten. Er hat also noch 44 Prozent seines ursprünglichen Wertes, wie eine Berechnung von AutoScout24 zeigt.

Wertverlust von Modell zu Modell unterschiedlich

Der Wertverfall ist jedoch nicht bei allen Autos gleich stark. Ein Volvo V60, der vor fünf Jahren noch rund 65‘000 Franken kostete, wird heute im Schnitt zu rund 26‘500 Franken angeboten. Nach fünf Jahren beträgt der Restwert also noch 41 Prozent. Bei einem Alfa Romeo 159 sind es nach fünf Jahren nur noch 25 Prozent.

Warum diese grossen Unterschiede? «Das liegt vor allem an der Marke und dem Image des Autos. Ausserdem sind beliebte, häufig gehandelte Autos in der Tendenz wertstabiler, weil sie auch wieder schneller einen Abnehmer finden», so Autopreis-Experte Christoph Aebi.

Für «Kassensturz» hat AutoScout24 auf Basis von rund 100‘000 Auto-Inseraten den aktuellen Restwert der meistverkauften Autos berechnet. Die Liste umfasst 240 Modelle.

Farbe und Ausstattung beeinflussen den Preis

Die Werte in der Tabelle stellen Durchschnittspreise dar. Die Wertentwicklung des gleichen Modells verläuft laut Christoph Aebi je nach Farbe und Ausstattung nochmals unterschiedlich. «Häufige Farben wie Schwarz oder Weiss beispielsweise machen eine Occasion interessanter und damit wertstabiler als exotische Lackierungen wie etwa Violett oder Mintgrün.»

Wer weiss, dass er sein Auto in absehbarer Zeit wieder verkaufen will, sollte also bei der Evaluation eines Neuwagens oder einer jungen Occasion auch den Wertverlust beachten.

Video
Autohändler im Check: Miese Offerten für Occasionen
Aus Kassensturz vom 23.06.2015.
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Restwert-Tabelle

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Restwert-Tabelle

Wie viel der Marktpreis eines fünfjährigen Autos ist, sehen Sie von hunderten von Autotypen in der grossen Restwert-Tabelle.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Lucy von Sprecher , Zürich
    Der Bericht ist sicher richtiger. Die Tragik und das Resultat dieser statistischen Auswertungen ist dann aber, dass mehr schwarze und weisse VW's gekauft werden als wunderschön rote Alfa Romeos, was sich wiederum auswirkt auf das triste Strassenbild, ausgelöst durch Schwarz-Weiss-VW-Einerlei. Auf der anderen Seite weiss man nach diesem Bericht, dass ein Alfa-Romeo 159 - ein gutes und besonders schönes Auto - zu einem günstigen Preis zu haben ist.
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  • Kommentar von M. Roe , Gwatt
    und schon rennen alle "blinden" und kaufen sich nach 5 Jahren ein neues Auto. Man kann ja sein Auto auch noch 15 Jahre weiter benutzen und es wird zig-mal amortisiert. Das ist die Lösung für die schlauen Leute. Leider gibt es nicht sehr viele Schlaue.
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    1. Antwort von Lucy von Sprecher , Zürich
      @M. Roe: Leider geht Ihre Rechnung nicht ganz auf. Gemäss Ihrer Aussage sind nur solche Leute schlau, die ihr Auto nach 15 Jahren verkaufen. Demnach begänne die Schläue frühestens mit 33 Jahre, dies aber nur bei denen die einen Führerschein und ein Auto besässen, - die anderen blieben auf der Strecke. Wäre dem so, wäre zumindest ihr letzter Satz, was die Erschaffung einer Menge X angeht, richtige: "Leider gibt es nicht sehr viele Schlaue."
    2. Antwort von Adrian Flükiger , Bern
      @Roe und von Sprecher: Ha, ha - zum Glück gibt es nicht nur Schlaue - wäre ja überhaupt nicht mehr lustig!
    3. Antwort von Bernhard Iner , Bern
      Wir gehören zu den Nichtschlauen. Dank bestem ÖV bräuchten wir eigentlich weder eine Blech-Gummi-Kombination noch einen Garagenplatz. Eigentlich...
  • Kommentar von Ruedi Schwarzenbach , Kreuzlingen
    Meine langjährige Erfahrung zeigt: Alle 3 Jahre halbiert sich der Wert eines Autos. So gesehen ist der Polo zu teuer, vor allem wenn man bedenkt, dass der Euro im Januar nochmals über 10% nachgegeben hat.
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