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Ärger: Krankenkassen verschweigen tiefere Prämien
Aus Kassensturz vom 19.11.2013.
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Versicherungen Krankenkassen verschweigen tiefere Prämien

Was viele nicht wissen: Ihre Krankenkasse bietet oft unter anderem Namen eine günstigere Grundversicherung an. Wer wechselt, hat keine Nachteile, kann aber hunderte von Franken sparen. «Kassensturz» zeigt, welche Krankenkassen dieses Doppelspiel treiben.

Elsbeth Tschopp ist seit Jahren bei Wincare versichert. Als Wincare Teil der Sanitas-Gruppe wird, ist sie überzeugt, damit von den Vorzügen der neuen Versicherung zu profitieren. Sämtliche Dokumente tragen das Logo der Sanitas. Wincare – ohne Logo – wird für praktisch unsichtbar.

Erst durch einen Hinweis aus der Familie wird Tschopp stutzig. Sie vergleicht online die Grundversicherungsprämien innerhalb der Sanitas-Gruppe und stellt fest: Es gibt grosse Unterschiede zwischen den Tochter-Versicherungen Sanitas, Wincare und Compact. Wenn sie wechselt, spart sie nächstes Jahr über 1000.- Franken.

Würden das alle tun…

Warum informiert Sanitas ihre Kunden nicht, dass sie so einfach die Tochterkasse wechseln können? Die Antwort: Würden dadurch viele Menschen die Kasse wechseln, drohten Prämienerhöhungen in den kommenden Jahren.

Eine kontinuierliche und berechenbare Prämienentwicklung wäre nicht möglich, so Sanitas gegenüber «Kassensturz». Ausserdem handle es sich bei den einzelnen Gesellschaften um eigenständige Krankenkassen mit einer eigenen Mitgliederstrkutur, dementsprechend seien auch die Kosten und darauf basierend die Prämien unterschiedlich. Dies treffe auch für die übrigen Krankenkassen-Gruppen zu. Tatsächlich führen auch andere Krankenkassen unter dem gleichen Firmendach verschiedene Kassen - mit unterschiedlichen Prämien.

Ist meine Versicherung Teil einer Gruppe?

Sanitas-Gruppe

  • Sanitas
  • Wincare
  • Compact

Helsana-Gruppe

  • Avanex
  • Helsana
  • Progrès
  • Sansan

Groupe Mutuel

  • Avenir
  • Easy Sana
  • Mutuel Assurance
  • Philos

Visana-Gruppe*

  • Vivacare
  • Visana
  • Sana24

CSS-Gruppe*

  • Arcosana
  • CSS
  • Intras
  • Sanagate

*Bei Visana und CSS werden für die Tochterkassen separate Abrechnungen für Grundversicherung und Zusatzversicherung geführt.

Kaum Mehraufwand bei Wechsel

Grundsätzlich kann die Grundversicherung bei einer anderen Krankenkasse abgeschlossen werden als die Zusatzversicherung.

Doch viele Schweizer wollen Grund- und Zusatzversicherung bei derselben Versicherung. Gerade für solche Kunden empfiehlt es sich, die Prämien innerhalb einer Gruppe zu vergleichen und zur günstigsten zu wechseln.

Denn innerhalb einer Versicherungs-Gruppe fällt oft nicht einmal zusätzlicher administrativer Aufwand an: Es gibt nur einen Ansprechpartner – und auch weiterhin nur eine Rechnung.

Dies gilt für die Sanitas- und die Helsana-Gruppe sowie für Groupe Mutuel (nicht jedoch für Visana und CSS, siehe Tabelle). Alle fünf Gruppen haben drei bis vier Tochtergesellschaften.

Jeder kann wechseln - bis 30. November

Wer seine Grundversicherung wechseln möchte, muss diese bis 30. November schriftlich kündigen und sich bei der neuen Krankenkasse anmelden. Wichtig: Der eingeschriebene Kündigungsbrief muss am 30. November bei der Versicherung eintreffen - der Poststempel gilt nicht. Eine Begründung ist nicht nötig.

In der Grundversicherung gilt für die Krankenkassen eine Aufnahmepflicht: Sie dürfen niemanden ablehnen. In der Grundversicherung können alle Versicherten die Kasse wechseln, unabhängig vom Alter und vom Gesundheitszustand. Einzig bei ausstehenden Prämien und Kostenbeteiligungen dürfen die Kassen einen Wechsel verweigern.

Die obligatorische Grundversicherung gewährleistet die medizinische Versorgung. Der Leistungsumfang wird durch das Bundesamt für Gesundheit definiert. Aus diesem Grunde sind die Leistungen bei jeder Krankenkasse gleich.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von bula p , bei zug
    einheitskasse!
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  • Kommentar von B. Müller , Zürich
    Jeder der KK und andere Versicherungen für mehr als 1 Jahr (!) abschliesst und nicht JÄHRLICH auf Effizienz und Preis/Leistung durchcheckt ist selber schuld! Die Unterschiede sind zum Teil UNANSTÄNDIG hoch. Als ich schmerzlich erfahren musste was die jahrzehnte lange Treue zu den Versicherungen für eine Bedeutung hat, nämlich KEINE, gibt es mir überhaupt nichts zu tun um bei Bedarf die KK oder jede andere Versicherung JÄHRLICH zu wechseln, vorausgesetzt die Leistungen sind gleich oder besser..
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  • Kommentar von S. Nogler , Bever
    Die obligatorischen Krankenkassen gehören meiner Meinung nach abgeschafft. Sie fördern eine ungesunde Lebensweise. Zudem ist man verpflichtet für Dinge zu zahlen, die man verabscheut (Mord an ungeborenen Kindern, moderner Kannibalismus (d.h. Organentnahme bei Toten), Leidensverlängerung bei Todkranken, etc.)
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    1. Antwort von Peter Brunner , 8038
      Im Grundkatalog sind leider auch Psychotherapie, z.Bsp. "KriegsTrauma" und ähnliches drin. (wer hat denn bei uns sowas?? und woher denn?? Simulanten, die Zeit und Geld verplemperlen) Da dies so unnötig und ebenso wirkunkslos ist wie Uriella, sollte dies alles rausgenommem werden. Es deckt private Bedürfnisse und ein normaler Mensch braucht dies nicht. Man könnte wahrscheinlich etwa 40% Prämien sparen.