Betrug bei der Wohnungssuche

Eine schöne und gleichzeitig günstige Wohnung suchen viele. Diesen Wunsch machen sich auch durchtriebene Betrüger zu Nutzen und ergaunern sich tausende von Franken mit gefälschten Wohnungsinseraten. Solche Inserate sind im Moment wieder gross im Umlauf.

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Bildlegende: Betrugsinserate im Umlauf SRF

Espresso-Hörerin Silvia Stebler aus Baar ZG wurde Opfer eines Wohnungsinserate-Betrügers. Die Masche, mit der ihr 2‘000 Franken abgeluchst wurden, ist immer ähnlich und raffiniert. Der angebliche Vermieter einer attraktiven und zugleich günstigen Wohnung gibt im

Wohnungsinserat auf unterschiedlichen Internetportalen an, er lebe im Ausland. Der Schlüssel zur Besichtigung der Wohnung werde gegen eine Kaution abgegeben.

Geld für immer verloren

Weil der angebliche Vermieter im Ausland ist, wird die

Zahlung oftmals über Firmen getätigt, die auf Transferzahlungen ins Ausland spezialisiert sind. Dieser Geldtransferservice ist zwar unkompliziert, aber eine Rückverfolgung ist unmöglich. Wenn das Geld abgeholt wurde, ist es weg.

«Wenn die Kaution über eine Zahlungsfirma wie beispielsweise «Western Union» oder «Moneygram» gefordert wird, dann sollten jedem die Alarmglocken läuten», sagt Martin Boess von der Schweizerischen Kriminalprävention.

Inserate genau überprüfen

Wenn nötig, dann sollten Kautionszahlungen nur auf ein Bankkonto einbezahlt werden.Hier bestehe eine höhere Sicherheit als bei einem Zahlungsservice. Ein weiterer Tipp der Kriminalprävention: «Wenn das Wohnungsangebot so beschrieben wird, dass es fast zu schön ist, um wahr zu sein, dann solle man es doch bitte schön lieber nochmals auf die Seriosität überprüfen.»

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Alarm-Signale

  • Der angebliche Vermieter gibt an, im Ausland zu leben
  • Die Wohnungen sind sehr attraktiv
  • und auffallend günstig
  • Der Vermieter verlangt eine hohe Schlüssel-Kaution für die Besichtigung der Wohnung
  • Und er möchte die Geldüberweisung über einen Geldtransferservice

So schützen sich Wohnungssuchende:

  • Suchen Sie im Internet vor allem auf bekannten, renommierten Wohnungs-Portalen. Dort sind solche Inserate seltener anzutreffen. Die Betrüger bewegen sich vor allem auf Internetseiten, auf denen man alles Mögliche ausschreiben kann.
  • Werden Sie skeptisch, wenn das Angebot im Inserat zu schön ist, um wahr zu sein.
  • Überprüfen Sie, ob an der angegebenen Adresse wirklich eine Wohnung zu vermieten ist, indem Sie zum Beispiel einen Bewohner des Hauses anrufen.
  • Überweisen Sie niemals Geld über einen Geldtransferservice, wenn Sie eine Gegenleistung erwarten und Sie die Person nicht persönlich kennen. Sagen Sie klar, dass Sie die Kaution auf ein Bankkonto überweisen möchten.