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Neuer Anlauf: Post kämpft gegen Stopp-Werbung-Kleber
Aus Espresso vom 23.02.2016.
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Wohnen Neuer Anlauf: Post kämpft gegen Stopp-Werbung-Kleber

Seit Jahren versucht die Post, Haushalte zum Entfernen der Stopp-Werbung-Kleber zu animieren. Nun ändert die Post die Taktik: Sie versucht Bewohner dazu zu bringen, gewisse Werbesendungen trotz dem Kleber zu akzeptieren.

Wer einen Stopp-Werbung-Kleber am Briefkasten hat, erhält in diesen Tag Post von der Post erhalten: Mit einer Broschüre macht die Post auf ihre «Angebote auf Wunsch» aufmerksam. Das Unternehmen bestätigt gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» einen Bericht der «Berner Zeitung».

Mit «Angebote auf Wunsch» können Haushalte trotz Stopp-Werbung-Kleber gezielt Werbung bestimmter Firmen erhalten. Nötig ist dazu eine Registrierung auf dem Online-Portal der Post. Dort kann dann ausgewählt werden, von welchen Firmen Werbung akzeptiert wird.

Werbung kommt adressiert

Derzeit machen neun Firmen bei «Angebote auf Wunsch» mit. Darunter etwa der Versandhändler Ackermann sowie der Detailhändler Lidl. Die Werbung wird in einem adressierten Couvert verschickt.

Die Post versichert, sie leite keine Daten an die Firmen weiter. Zudem könne die Auswahl jederzeit angepasst werden. Und: Der Stopp-Werbung-Kleber werde weiterhin respektiert, man erhalte keine unadressierte Werbung.

Konsumentenschutz findet Angebot «annehmbar»

Die Stiftung für Konsumentenschutz SKS betrachtet das neue Angebot als annehmbar. Diese Lösung sei auf jeden Fall besser als zu versuchen, die Leute dazu zu bewegen, den Stopp-Werbung-Kleber vom Briefkasten zu entfernen, sagt SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder: «Es kann durchaus sein, dass sich gewisse Leute für eine gewisse Zeit für Produkte eines Anbieters interessieren – wenn zum Beispiel ein Möbelkauf ansteht.»

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Ka , Zürich
    Wer KEINE WERBUNG zugestellt bekommen möchte, soll auch keinerlei Werbung erhalten. Auch Zuschriften von politischen Parteien, Interessens- und Religionsgemeinschaften sind faktisch Werbung. Die einzige Ausnahme müssen amtliche Mitteilungen darstellen. Jede sofort in den Müll beförderte Drucksorte bringt nur den Agenturen, der Papierindustrie, den Druckereien und den Zustellern Geld, aber keinen Mehrwert für die Gesellschaft.
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    1. Antwort von Albert Planta , Chur
      Sendungen ohne Adresse politischen Inhalts sind erlaubt, weil man will, dass sich die politischen Gruppierungen dem Wähler präsentieren dürfen. Schließlich regieren solche dann und man will Politiker, die unsere Interessen berücksichtigen. Anders ist dies bei kommerzieller Werbung. Auf diese kann man verzichten.
    2. Antwort von Michael Ka , Zürich
      Lieber Albert, wenn die politische Meinungsbildung eines Menschen von der Werbepost der Parteien abhängt, sind wir alle verloren! :) Grundsätzlich gilt: jene Generation, die auf derartige Zusendungen angewiesen ist, existiert bald nicht mehr und schon jetzt besteht ein derartig hoher Streuverlust (das ist jener Anteil an Werbesendungen, der wirkungslos beim Empfänger verpufft), dass Werbeagenturen und Zusteller im Bezug auf die Effektivität immer dreister lügen, um profitabel zu bleiben.
    3. Antwort von Albert Planta , Chur
      Wenn es so ist wie sie sagen haben wir künftig nicht mehr mit politischer Werbung in dieser Form zu rechnen. Keiner wirft sein Geld zum Fenster raus.
  • Kommentar von E.Wagner , Zug
    Die Post braucht Umsatz, den per Briefpost werden nur noch gelegentlich Gesetzliche und Geschäftliche Dokumente verschickt. Rechnungen werden bereits online bezahlt. Und die Konkurrenz DHL bringt die Pakete viel schneller. Also ist unsere Post zum Werbung verteilen mutiert und als Kioskladen.
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  • Kommentar von Albert Planta , Chur
    Gemeinnützige Organisationen dürfen Sendungen in alle Haushaltungen durch die Post verteilen lassen.
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