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Mann sitzt erschreckt an seinem Laptop.
Legende: Da kommt man ins Schwitzen: Plötzlich sind wichtige Mails verschwunden. Colourbox
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Ärger mit UPC Wenn plötzlich alle E-Mails unwiederbringlich verschwunden sind

Wird bei der UPC ein E-Mail-Konto deaktiviert, sind alle E-Mails weg. Auch wenn das fälschlicherweise passiert.

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Wenn plötzlich alle E-Mails unwiederbringlich verschwunden sind
04:29 min, aus Espresso vom 27.04.2018.
abspielen. Laufzeit 04:29 Minuten.

Ein UPC-Kunde hat mit seiner Frau zusammen zwei Wohnsitze, einen im Kanton Bern, einen im Kanton Zürich. Die Abonnemente in Bern hat er im Februar gekündigt, da er den Anbieter wechseln wollte. Den Internetanschluss bei der UPC in Zürich hat er jedoch extra behalten, da auch sein E-Mail-Konto damit verknüpft ist. In diesem befindet sich wichtige Korrespondenz, insbesondere in einer Erbschaftsangelegenheit.

Die UPC deaktivierte nach Ablauf der Kündigungsfrist jedoch fälschlicherweise das E-Mail-Konto des Kunden. Als sich dieser beschwerte, wurde das Konto schnell wieder aktiviert. Die Mails bis zu diesem Datum Ende März blieben jedoch verschwunden. Der Kunde beschwerte sich erneut, und wurde immer wieder vertröstet – eine Lösung werde gesucht.

Die E-Mails sind definitiv weg

Erst als sich das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» einschaltet, herrscht Klarheit: Die E-Mails sind unwiederbringlich verschwunden. UPC-Sprecherin Alexandra Blini: «Wir haben einige Zeit versucht, die Mails wiederherzustellen. Leider ist uns das nicht gelungen.» UPC sei hier relativ radikal. Nach Ablauf einer Kündigungsfrist, würden E-Mails definitiv gelöscht.

Auch wegen Datenschutz nicht länger aufbewahrt

Dies mache aus Datenschutzgründen eigentlich durchaus Sinn, erklärt Alexandra Bini weiter. Immer wieder würde Telekomfirmen vorgeworfen, sie würden Daten zu lange aufbewahren. Diese Diskussion könne man sich bei der UPC mit dieser Praxis ersparen, so Bini weiter. Dies sei in diesem Fall für den Kunden natürlich sehr unglücklich.

Nach der Intervention von «Espresso» nimmt die UPC Kontakt mit dem Kunden auf und bietet als Entschädigung zwei Monatsraten des Abonnements an. Der Kunde erklärt gegenüber «Espresso», er finde dies angesichts des Verlusts und Ärgers nicht angemessen. Er werde sich mit seiner Rechtschutzversicherung in Verbindung setzen und prüfen, welche Massnahmen er ergreifen kann.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Schmid  (Pitsch50)
    Wenn man den Posteingang, gesendet und Kontakte exportiert und in einer .pst Datei speichert, verliert man seine Emails nicht.
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  • Kommentar von Bernhard Greber  (Greber)
    Ich finde es ok, dass über diesen Fall berichtet wird, um darauf aufmerksam zu machen, dass Mail verloren gehen können, ABER: man lässt doch nicht sogenannt wichtige Mails einfach auf einem Mailserver, ohne dass man diese auf den eigenen Computer kopiert und periodisch Datensicherungen macht.
    Es ist in diesem Fall sicher dumm gelaufen, wann sollte aber ein Telekomanbieter Mails definitiv löschen, ohne dass er in den Ruf gelangt, "gelöschte" Mails nicht gelöscht zu haben?
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  • Kommentar von David C. Gürlet  (guerlet)
    ....aber, aber Herr Professor,
    BACKUP und zwar selber auf dem eigenen PC. Email-Konto auf POP einstellen, damit alle EMails auf dem lokalen PC landen und noch dann BACKUP aller lokalen PC-Daten auf ext. Sicherungsplatte. Oder gleich alles exportieren (Email, Kontakte, Termine, Notizen) mittels Outlook-Export auf Backup.
    Aber als kant. Beamter musste man sich nicht um die IT kümmern, das hat die Kantons-IT-Crew gemacht, als Pensionär hingegen empfiehlt sich die Daten selber zu sichern ;-)
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