«Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge» von R. M. Rilke 6/9

Ein grossartiger Vorleser interpretiert die Prosa eines grossen Lyrikers: Gert Westphal liest den einzigen Roman von Rainer Maria Rilke. Der vielschichtige Text von 1910 markiert den Durchbruch zur literarischen Moderne. Seine bildstarke Sprache ist eine Herausforderung für den Leser und die Hörer.

Gert Westphal vor einer Bücherwand und mit einem Buch in den Händen.
Bildlegende: Gert Westphal liest Rilke. Keystone

Malte berichtet vom Tod seines Vaters. Wie er verspätet in Kopenhagen eintraf, um dort mitansehen zu müssen, wie an dem Verstorbenen ein sogenannter «Herzstich» vorgenommen wurde, um das endgültige Ableben zu sichern: «Nun war das Herz durchbohrt, unser Herz, das Herz unseres Geschlechts.» Malte, der letzte seiner Familie, sinniert in der Folge über Sterben, Tod und Todesfurcht. Unser Leben ist auf Gedeih und Verderb der Zeit unterworfen das illustriert Malte anhand der Geschichte seiner beiden ehemaligen Nachbarn in Sankt Petersburg.

Sprecher: Gert Westphal - Produktion: SRF 1973 Dauer: 40‘

Redaktion: Reto Ott