«Die Nachbarfamilien» von Hans Christian Andersen

Sie sind noch immer der erfolgreichste Literaturexport aus Dänemark: Die Kunstmärchen von Hans Christian Andersen. Auch heute noch bringen sie bei Gross und Klein die Phantasieräume zum Schwingen und zum Klingen. Zum Jahresbeginn liest Hanspeter Müller-Drossaart eine kleine Auswahl.

Die Nachbarfamilie
Bildlegende: Die Nachbarfamilie Keystone

Die Schönheit ist das Thema der philosophisch grundierten Märchen-Erzählung von den «Nachbarfamilien», die Andersen 1847 publizierte. Rosen und Spatzen sind Nachbarn am Teich eines Bauernhofes. Während sich die Pflanzen an ihrem schön duftenden Dasein  erfreuen, betrachten die stets geschäftigen Spatzen alles Schmucke und Schmückende als überflüssiges Beiwerk. Ihnen kommt es nur auf den unmittelbaren Nutzen an. Andersen zeichnet sie als Banausen, die kein Auge haben für das zweckfreie Kunstschöne, so wie es etwa der von ihm verehrte Bildhauer Bertel Thorvaldsen geschaffen hat.

Übersetzung: Eva-Maria Blühm; Sprecher: Hanspeter Müller-Drossaart - Produktion: SRF 2005 Dauer: 23‘

Redaktion: Reto Ott