«Toteninsel» von Gerhard Meier 6/7

Gerhard Meiers Prosa ist das «leise Zeugnisse einer Kunst des Hinsehens und Hinhörens» (FAZ). In seiner «Amrainer Tetralogie», die zwischen 1979 und 1990 entstand, hat der Dichter aus Niederbipp diese Kunst zur Meisterschaft entwickelt. Und damit auch der heimatlichen Landschaft ein Denkmal gesetzt.

Landschaft mit Feldern und einzelnen Bäumen
Bildlegende: Mit der «Amrainer Tetralogie» hat der Künstler aus Niederbipp der heimatlichen Landschaft ein Denkmal gesetzt. Wikimedia/Lutz Fischer-Lamprecht

«Amrain ist ein Teppich, wenn auch kein Perser, so doch einer mit Motiven», heisst es in diesem Abschnitt voller Erinnerungen. «Die Motive sind die Geschlechter, die Sippen. Der Zettel sind der Landstrich, die Zeit. Einige der Motive sind frisch und leuchtend, andere erscheinen etwas abgetreten, wieder andere geben sich fadenscheinig, ferner gibt es Stellen, wo nur noch der Zettel ersichtlich ist.»

Mit Fritz Lichtenhahn (Baur) und Franz Matter (Bindschädler)

Musik: Fritz Hauser - Regie: Stephan Heilmann - Produktion: SRF 1997 Dauer: 37‘

Diese Produktion ist im Christoph Merian Verlag als Hörbuch (CD mit MP3-Dateien) erschienen und kann im SRF-Shop bestellt werden.

Redaktion: Reto Ott